Der Rissener mit Blankenese - Sülldorf - Wedel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir lieben die lokale Berichterstattung. Das heißt für uns, dass die Rissener und die Menschen in Blankenese, Sülldorf und Wedel vor allen Dingen darüber informiert werden sollten, was in ihrem Umfeld passiert. Denn sie lieben gute Geschichten. Und sie wollen wissen, was die vor Ort ansässigen Kaufleute im Angebot haben.

Deshalb finden Sie bei uns Artikel und Reportagen über Menschen und Meinungen, über Sport und Politik, über Handel und Wandel und darüber, was unsere Kinder in ihren Schulen lernen und erleben. Unser „Rissener“ soll Ihre Lokalzeitung sein – und damit ein Stück Identität, ein Stück Heimat!


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Aktuelles in Rissen, Blankenese, Sülldorf und Wedel


Wird die ehemalige Grünen-Bürgerschaftsabgeordnete Dr. Stefanie von Berg neue Bezirksamtsleiterin? Foto: die Grünen

Dr. Stefanie von Berg: Comeback als Bezirksamtschefin?

RISSEN/ ALTONA.  .Sie gilt als starke Stimme der Grünen, ist Spezialistin für Schulpolitik und will nun Chefin des Altonaer Bezirksamtes werden: Dr. Stefanie von Berg, ehemalige Grünen-Bürgerschaftsabgeordnete. Sie wäre die erste Bezirksamtsleiterin mit Grünen-Parteibuch. Und sie hat gute Chancen, bei der Wahl, die voraussichtlich in der Sitzung der Bezirksversammlung am Donnerstag, 26. Oktober, ausgerichtet wird, das Rennen zu machen. Denn sie erfährt viel Unterstützung von Bezirksversammlungsparteien. Für die Grünen ist das sowieso eine klare Sache: „Stefanie von Berg ist unsere Kandidatin und sie erfüllt als einzige alle Kriterien der Ausschreibung“, sagte Gesche Boehlich von den Grünen kürzlich in einem Medieninterview. Auch Thomas Adrian, SPD-Fraktionschef und Rissens SPD-Bezirksversammlungsabgeordneter Henrik Strate betont: „Nach Papierlage ist nur sie geeignet.“ Das gilt ebenfalls für die CDU. Der Kreisvorstand der CDU Altona habe der Altonaer CDU-Fraktion einstimmig empfohlen, Stefanie von Berg zur Bezirksamtsleiterin zu wählen, so heißt es in einer Pressemitteilung der Christdemokraten.

„Wir glauben, dass Stefanie von Berg fachlich geeignet ist, die Belange der Altonaer gemeinsam mit der Bezirkspolitik zu vertreten“, so Marcus Weinberg, Kreisvorsitzender der CDU Altona/Elbvororte.

Auf die Stimmen der Liberalen muss von Berg jedoch verzichten. „Wir haben Frau Dr. von Berg in ihrem Vorstellungsgespräch bei der FDP-Fraktion als kompetent und engagiert kennengelernt. Aus der Erfahrung mit der letzten Bezirksamtsleitung wissen wir aber, wie groß der Einfluss der Mehrheitspartei auf die Entscheidungen der Bezirksamtsleiterin sein kann. Wir haben deshalb rechtzeitig vor der Wahlentscheidung versucht, in einen Dialog mit den Grünen einzutreten, um inhaltliche Gemeinsamkeiten für die Bezirkspolitik auszuloten“, so Katarina Blume, Vorsitzende der FDP-Fraktion in der Bezirksversammlung.

Ein Gespräch vor der Wahl wurde von der Vorsitzenden der Fraktion „Die Grünen“, Gesche Boehlich ohne Angabe von Gründen abgelehnt. Blume: „Schade, wir hätten uns eine inhaltliche Auseinandersetzung im Interesse der Altonaer Bürger sehr gewünscht. Bei der Wahl der Bezirksamtsleiterin sollte es aus unserer Sicht nicht nur um Personen, sondern auch um Inhalte gehen. Ohne eine Auslotung der politischen Weichenstellungen für den Bezirk Altona ist uns eine Zustimmung für Frau Dr. von Berg nicht möglich. Einen Blankoscheck wird es mit den Freien Demokraten nicht geben.“

Sollte Dr. Stefanie von Berg als Nachfolgerin von Liane Melzer Bezirksamtschefin werde, so wäre dies ein überraschendes Comeback. Denn vor knapp einem Jahr hatte von Berg ihr Bürgerschaftsmandat aus beruflichen und privaten Gründen niedergelegt, eine Entscheidung, die ihr nicht leicht gefallen war. Hauptberuflich war sie als Studienseminarleiterin in Stade tätig. Dr. Stefanie von Berg galt über die Fraktionsgrenzen hinaus als sehr kompetente Schulpolitikerin. 

Ihre Partei, die Grünen, waren bei der Altonaer Bezirksversammlungswahl 2019 mit 35,1 Prozent stärkste Partei geworden. mk



 


Anzeige +++Anzeige+++anzeige   von Maulwürfen und Menschen: hermann Laatzen hat ein Kinderbuch geschrieben

 Maulwürfe sind seine Lieblingstiere, er mag gute Geschichten für Kinder und liest sie gerne seinen sechs Enkeln vor. Jetzt hat Hermann Laatzen selbst ein Buch für Kinder geschrieben. Über den Maulwurf Molte und seine Freundin Fledermausi, eine clevere Fledermaus: „Molte & Fledermausi“. Und es ist gleichzeitig das erste Buch aus der Edition „DER RISSENER“ in Zusammenarbeit mit dem Klaas Jarchow Media Buchverlag.


RISSEN. Die Maulwürfe im Garten von Goldschmied Hermann Laatzen sind sehr fleißig, ein Hügel größer als der andere zeigt sich auf dem Rasen. Abends beobachtet Hermann Laatzen gerne die schnellen Fledermäuse, die auf der Jagd nach Insekten durch den Nachthimmel fliegen. „Ich habe sechs Enkel, wollte immer schon mal eine Kindergeschichte über einen Maulwurf schreiben, mein Lieblingstier“, berichtet Herrmann Laatzen dem „Rissener“. Nach seiner Goldschmiedeausbildung studierte der Rissener auf Lehramt und wurde Grundschullehrer. „Ich arbeite gerne mit Kindern“, sagt er.

Eine Geschichte über Maulwürfe von Hermann Laatzen gibt es indes schon. Vor drei Jahren, als die Maulwürfe im Garten des Goldschmieds besonders aktiv waren, schrieb Laatzen eine launige Story über eine Maulwurfzucht in seinem Keller. Als Aprilscherz für den Rissener, eher für Erwachsene gedacht.

Während eines Golfurlaubs in Spanien war es dann soweit, lang gehegte Plänen Sachen Kindergeschichte in die Tat umzusetzen. „Ich war erkältet, konnte wenig Sport treiben und beschloss deshalb, die Story endlich mal aufzuschreiben. Den halbfertigen Text hatte ich dann meiner Enkelin vorgelesen. Es hat ihr gefallen“, so Laatzen. Bevor es an ein illustriertes Buch ging, produzierte der Rissener mit einem befreundeten Musiker eine CD, auf der die Geschichte, vorgelesen vom Autor, zu hören ist. Er verschenkte sie an Kunden und an Bekannte mit kleinen Kindern. Außerdem las er die Abenteuer von Molte und Fledermausi beim Rissener Sommerfest vor zwei Jahren in seinem Geschäft vor. Viele Kinder und Eltern waren begeistert – auch über die Art, wie Hermann Laatzen vortrug. Darum geht es: Fledermausi ist eine sehr junge flinke, neugierige Fledermaus. Sie geht gerne auf Entdeckungsreise. Dabei trifft sie Molte, den Maulwurf. Die beiden werden Freunde und bestehen allerhand Abenteuer.

Da die Resonanz sehr positiv war, entschloss sich Hermann Laatzen, noch eine weitere Geschichte mit seinen beiden tierischen Helden zu schreiben und die beiden Storys von Gabriele Hagen illustrieren zu lassen. Jetzt ist es fertig: 64 Seiten mit Molte & Fledermausi und schönen Zeichnungen.

Und nun heißt es „Kinder aufgepasst“. Denn Hermann Laatzen liest die Geschichte „Molte lernt fliegen“ aus seinem neuen Buch beim Sommerfest am Sonnabend, 31. August, ab 15 Uhr, in seinem Geschäft Laatzen Design, Wedeler Landstraße 44, vor.

Zum Preis von 10 Euro ist „Molte & Fledermausi“ im Buchhandel, bei Laatzen Design, Goldschmiede Meisterbetrieb, Wedeler Landstraße 44 und bei uns im Büro, DER RISSENER, Grete-Nevermann-Weg 18, zu haben. 

Und die Maulwürfe im Garten von Hermann Laatzen? „Die gibt es immer noch, und sie sind nach wie vor sehr fleißig“, sagt der Goldschmiedemeister. – Wer weiß, vielleicht inspirieren ihn die possierlichen Tierchen zu einer weiteren Geschichten mit Molte und Fledermausi…

Michelle Kossel








hilfe für alle Lebenslagen

WEDEL. Niemand soll in Wedel mit seinen Sorgen alleine gelassen werden. Es gibt viele Möglichkeiten, sich Hilfe zu organisieren – das betont Hans Günther Werner, Pastor im Ruhestand und Leiter der Arbeitslosenselbsthilfe in der Rolandstadt. Er ist außerdem Mitorganisator des traditionellen Wedeler Sozialmarktes, der auch dieses Jahr wieder auf dem Rathausplatz ausgerichtet wurde. Vereine und Verbände, von der Arbeiterwohlfahrt bis zum Türkischen Elternbund, stellten ihre Arbeit an 60 Ständen vor. Bei Kaffee und Kuchen konnte man mit den Hilfskräften ins Gespräch kommen und sich über die vielen Programme, Initiativen und Hilfsangebote informieren. „Unser Motto ist auch wieder ‚Gemeinsam gegen Armut und Ausgrenzung‘. Das ist heutzutage genauso wichtig, wie vor 27 Jahren, damit man nicht durchs soziale Netz fällt“, so der ehemalige Pastor. Nancy Gomez, die mit ihren jungen Tänzerinnen vom Stadtteilzentrum „mittendrin“ für tolle, bunte Unterhaltung sorgte, hielt eine engagierte Rede. „Helfen Sie mit, dass Menschen mit Migrationshintergrund und Flüchtlinge nicht bedroht werden. In Wedel soll es friedlich bleiben. Es gibt zu viel Gewalt“, sagte sie und erfuhr viel Zustimmung und Beifall von den vielen Besuchern des Marktes. mk



 

  


Dr. Jan Kurz beim Aufbau der Ausstellung „Blankenese in der Weimarer Republik“ in den Räumlichkeiten der Haspa Blankenese. Foto: mk

Blankenese in der Weimarer Republik: Ausgebremste Aufbruchstimmung

 BLANKENESE.  Wie es damals war in Blankenese und den Elbvororten während der Weimarer Republik, das zeigt der Förderkreis Historisches Blankenese im Rahmen einer Schautafel-Ausstellung in der Haspa Blankenese, Erik-Blumenfeld-Platz 25, bis zum 30. Oktober. Wie auch im vergangenen Jahr, als sich Dr. Jan Kurz, Vorsitzender des Förderkreises und Autor unserer Zeitreise, mit den Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf Blankenese befasste, werden viele lokale Aspekte der Zeit aufgegriffen und nicht nur durch die „Berliner Brille“ gezeigt. 

So geht es um kulturelle Entfaltung, wirtschaftliche Not und politische Radikalisierung. „Wir haben uns auch auseinandergesetzt mit den möglichen Gründen, weshalb Adolf Hitler seit 1930 hier alle Wahlen gewann“, so Dr. Jan Kurz im Gespräch mit dem Rissener.

Aus vielen zeitgenössischen Presseberichten, die auf den Schautafeln abgedruckt sind, erfahren die Besucher vieles aus dem Alltagsleben der Blankeneser, während die Politik in Berlin um die junge Verfassung rangen.

Zum Beispiel geht es um Not und Elend der Bevölkerung, über Elbstrand und Blankenese als attraktives Touristenziel – was sich dann während der Weltwirtschaftskrise schnell relativierte - aber auch über Kuriositäten – unter anderem, wie eine ordentliche Blankeneser Tracht auszusehen hat. Überhaupt schien Heimat nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg eine große Rolle zu spielen.

Weiterhin haben auch Blankeneser Schülerinnen und Schüler einige Themenbereiche aufgegriffen. So befasst sich Leonas Pausch mit Deutschlands ehemaligen Kolonien und den Kolonialverbänden in Blankenese – einige davon auch unter der Leitung von Frauen. Ein Thema, das sehr erstaunt. Denn nach 1918, dem Ende des Ersten Weltkriegs, gab es keine deutschen Kolonien mehr, womit man sich in Blankenese offenbar nicht recht abgefunden hatte.

Und so gewährt der Förderkreis mit dieser Ausstellung Einblicke in eine konservative Gesellschaft, die sich vielen Neuerungen verschloss, auf Vergangenes beharrte und der radikalen Polemik der Nazis sehr zugänglich war. Die Chancen, die eine junge Demokratie auch hier vor Ort bargen – man wusste sie leider nicht zu schätzen.

Ein Buch zur Ausstellung erscheint im Dezember dieses Jahres im KJM Buchverlag.

Der Eintritt zur Ausstellung ist frei und zu den Geschäftszeiten der Haspa, jeweils montags bis donnerstags, 9.30 bis 18 Uhr sowie freitags 9.30 bis 16 Uhr, möglich. mk


 


 





 

Ein Steg für den Otto-Schokoll-Höhenweg?

Rissen.  Es kommt Bewegung in das Thema Otto-Schokoll-Höhenweg. Wie berichtet, ist der Spazierweg mit dem einzigartigen Elbblick zwischen Rissen und Wittenbergen seit nunmehr anderthalb Jahren gesperrt.

Aufgrund mehrerer Hangrutsche müssen Fußgänger jetzt auf langen Treppen runter zum Elbufer laufen und später wieder hinaufsteigen. Außerdem haben sich inzwischen seltene Insektenarten wie unter anderem Kegelbienen, angesiedelt – was die Sanierung nicht nur teuer, sondern auch schwierig macht. Im Altonaer Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport einigten sich die Abgeordneten kürzlich auf folgende Lösung: ein Steg über dem Elbhang. Denn: Da der Hang sehr stark abrutschgefährdet sei und man die biologische Vielfalt nicht gefährden wolle, könne nur mit einem Autokran mit langem Ausleger vom Elbufer aus gearbeitet werden, hieß es in der Ausschusssitzung. Der 350 Meter lange Steg könne in zwei Ausführungen angefertigt werden. Das sei eine Frage der Kosten. Wenn er aus Holz sein soll, würden Baukosten in Höhe von fünf Millionen Euro anfallen. Entscheiden sich die Politiker für eine Stahlkonstruktion, fallen 5,8 Millionen Euro an. Und wenn man nun auf den Otto-Schokoll-Höhenweg verzichtet und die Natur sich selbst überlässt? Die Abrisskosten würden 1,2 Millionen Euro betragen, so die Verwaltung des Bezirksamtes. Bald soll es eine Bürgeranhörung zum Thema geben. Wir bleiben dran. mk



 


rissens Mittagstischfrauen, Teil 3: DER RISSENER kocht mit

Einmal im Monat, jeweils jeden ersten Dienstag, wird mittags aufgetischt. Und das seit 26 Jahren. Grund genug für uns, den fleißigen Köchinnen eine Serie zu widmen. 

Unser Projektleiter Moritz Hoops interessiert sich für Ehrenamt. Und fürs Kochen. Deshalb hat er die Mittagstischfrauen besucht und ihnen ein wenig geholfen. Im dritten Teil der Serie berichtet er, was er erlebt hat.


RISSEN.  Kochen, das mache ich richtig gerne. Vor allen Dingen für die Familie – auch gerne ausgefallene Gerichte, und an den Weihnachtsgänsebraten hatte ich mich auch rangetraut. Hat immer allen geschmeckt, sagen meine Eltern jedenfalls.

Aber für 60 Personen ein Mittagessen auftischen – das ist für mich neu, und ich bin gespannt, was mich da bei den Mittagstischfrauen von der Johanneskirchengemeinde erwartet.

Heute steht ein sommerliches Gericht auf dem Speisezettel. Bohnen mit geschmorten Tomaten und Kartoffeln als Beilage. Zum Nachtisch gibt es Milchreis, sagt Gabi Kruse als wir im großen Saal des Gemeindehauses zur Besprechung zusammen  sitzen. Wir, das sind außer mir und Gabi Kruse noch Bärbel Uhl, Gabriele Metzner, Barbara Jensen, Hannelore Gentz, Uschi Baumgärtel sowie Rosemarie Oesch. 

Der Milchreis ist am Einfachsten, denn es sind fertige Portionsbecher, die wir nur auf die Tische stellen müssen.

Die Mittagstischfrauen kaufen morgens, bevor es in der Küche des Gemeindehauses losgeht, erst einmal groß ein. „Wir bemühen uns, regionale Produkte zu verwenden“, so Uschi Baumgärtel. Und für 60 Personen ist es wieder eine ganz schöne Schlepperei gewesen: In der Küche liegen 10 Kilogramm Bohnen, 6 Kilogramm Tomaten, 1,3 Kilogramm Speck und 8 Kilogramm Kartoffeln.

Es geht los mit dem Schälen der Kartoffeln. Inzwischen zeigt sich, dass es eine kluge Wahl war mit dem sommerlichen Gericht. Draußen sind am frühen Vormittag schon 25 Grad. Im Saal ist es jedoch angenehm kühl. Alle Fenster stehen weit offen.

Gleichzeitig mit den Kartoffeln werden die Bohnen verarbeitet. Die Mittagstischfrauen sind froh, dass ich dabei bin. „Moritz ist ja kräftig. Dann haben wir es heute leichter mit den schweren Töpfen und dem Umfüllen“, sagt Rosemarie Oesch.

Klar, was ich da tun muss. Bohnen und Kartoffeln sowie Tomaten stehen in drei großen Töpfen auf dem Herd. Bevor die Bohnen-Tomaten-Mischung erwärmt wird, muss noch der Speck ausgelassen werden, „damit das Gericht so richtig Pfiff bekommt“, so Barbara Jensen. Kaum schmurgelt der Speck im Topf vor sich hin, riecht es auch schon richtig lecker. Das lockt die ersten neugierigen Besucher an. Die Frage, ob es ein vegetarisches Gericht gibt, muss definitiv verneint werden.

Ich stelle fest, dass das Umrühren der Mengen in den großen Kochtöpfen nicht so einfach ist. Denn rühre ich zu kräftig, könnte ich das Gemüse zu sehr zermatschen. Also bin ich vorsichtig.

Als dann alles aufgesetzt ist, gibt es eine kleine Kaffeepause mit Kuchen. Geredet wird – übers Kochen, die Sommerferien und alles, was die Mittagstischfrauen noch so bewegt – eine sehr entspannte Runde. Stress, wie ihn Köche in Großküchen oder Restaurants verbreiten, gibt es hier nicht. „Ach ja, wir kochen ja schon Jahre zusammen. Es gibt auch kompliziertere Gerichte, wie den österlichen Hackbraten. Das ist dann durchaus auch für uns eine Herausforderung“, sagt Rosemarie Oesch.

Nach der wohlverdienten Auszeit gibt es wieder Arbeit – diesmal eher überraschend. Die Küche ist nicht optimal sortiert. Das Geschirr für die Gäste ist unübersichtlich in die Schränke gestellt worden. Da passt nichts zueinander. Alles jedoch kein Problem für unsere Helferinnen, kurzerhand wird noch ein wenig Ordnung geschafft. Dann werden die Tische liebevoll eingedeckt. Auch die Servietten haben die Mittagstischfrauen ausgesucht: sommerliches Gelb mit vielen Blumen. „Soll ja auch was fürs Auge sein“, sagt Uschi Baumgärtel.

Dann kommt ein sehr wichtiger Moment, der alles entscheidet: Lecker oder flau, durchschnittlich oder sechs Sterne: Es geht ans Abschmecken. Vor allem die Menge an Salz ist umstritten. Zu viel und der Koch ist wohl verliebt, wie man sagt. Bei den fachkundigen Mittagstischfrauen jedoch auch nur ein kleines Problem: Salzen, probieren, salzen probieren - bis man in der goldenen Mitte angekommen ist und es fabelhaft schmeckt. Eine kleine Prise Zucker rundet die Sache ab, und schon ist das Essen fertig.

Inzwischen sind die ersten Gäste eingetroffen. Pastor Anton Knuth spricht einen Segen – und dann stellen wir die Töpfe auf Tische, die vorne im Saal stehen. Die Besucher erhalten ihre Portionen.

Auch die Mittagstischfrauen essen mit. Alle sind sich einig: „Es ist wieder richtig lecker“, sagt ein Besucher. Wir sind zufrieden – und ich bin ein wenig geschafft. Für mich ist Kochen für so viele Menschen nicht einfach, und ich habe großen Respekt vor den Mittagstischfrauen, die so tolle Gerichte für die Menschen im Stadtteil zaubern und ihnen damit eine Freude machen! mh


Rezept für viele Gäste

10 Kilogramm Bohnen, 6 Kilogramm Tomaten, 1,3 Kilogramm Speck und 8 Kilogramm Kartoffeln

Kartoffeln schälen, Bohnen putzen, von den Tomaten die Schale entfernen oder Tomaten aus Dosen verwenden.

Speck würfeln, in Fett auslassen. Darin die Bohnen und Tomaten füllen, kochen, bis die Bohnen Biss haben.

Kartoffeln separat kochen.


Der rissener bürgerverein hat neue vorstandsmitglieder

RISSEN.  Die Mitglieder des Bürgervereins Rissen (BVR) haben kürzlich einige Ämter aus dem Vorstand neu bestimmt. Die turnusgemäßen Nach- und Neuwahlen wurden kürzlich in der Alten Steinschule an der Wedeler Landstraße ausgerichtet

Claus W.  Scheide, Erster Vorsitzender des BVR und 2018 von den Vereinsmitgliedern für die Amtsperiode von zwei Jahren gewählt, freut sich über die neue und die bewährte Verstärkung der Vorstandsarbeit:


Zum Zweiten Vorsitzenden und Stellvertreter gewählt wurde Prof. Dr. Rainer Abbenseth. Im Amt bestätigt und für zwei Jahre wiedergewählt wurde der Schatzmeister Kai-Jürgen Aßmann. Zu Beisitzern, die den Vorstand fachlich beraten und praktisch unterstützen, wurden für ein Jahr gewählt: Wilfried Auel, Ralf Meurer und Stefan Moog. Als Rechnungs- und Kassenprüfer im Amt bestätigt und für ein Jahr gewählt sind: Heidi Behrmann, Helga Breuer und Otto Hoppe. Delegierter Vertreter im Seniorenbeirat des Bezirks Altona ist Wolfgang Heinze. Dagmar Klein leitet die Geschäftsstelle des Bürgervereins seit 2018. Sie nimmt Anfragen der Mitglieder und Bürgerwünsche gern entgegen.


Thematische Schwerpunkte des Vereinsvorstands werden auch in der kommenden Amtszeit sein: die Anbindung des Stadtteils an den ÖPNV, die mit der neuen Buslinie 388 deutlich attraktiver geworden ist, sowie die Aktivierung und Beteiligung aller Rissener Bürgerinnen und Bürger an den baulichen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Stadtteil. Scheide: „In diesem Sinne setzt der Bürgerverein Rissen e.V. vor allem auf eine gute Kooperation aller Vereine, Initiativen und Akteure vor Ort, die sich dafür einsetzen, dass Rissen ein Hamburger Stadtteil mit nachbarschaftlichem Charakter und hoher Lebensqualität bleibt.“ mk


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