Der Rissener mit Blankenese - Sülldorf - Wedel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir lieben die lokale Berichterstattung. Das heißt für uns, dass die Rissener und die Menschen in Blankenese, Sülldorf und Wedel vor allen Dingen darüber informiert werden sollten, was in ihrem Umfeld passiert. Denn sie lieben gute Geschichten. Und sie wollen wissen, was die vor Ort ansässigen Kaufleute im Angebot haben.

Deshalb finden Sie bei uns Artikel und Reportagen über Menschen und Meinungen, über Sport und Politik, über Handel und Wandel und darüber, was unsere Kinder in ihren Schulen lernen und erleben. Unser „Rissener“ soll Ihre Lokalzeitung sein – und damit ein Stück Identität, ein Stück Heimat!


Herzlich Ihr

Andreas Kay

Herausgeber

Unser Team

Andreas Kay

Herausgeber / Redaktion

Michaela Graff

Mediaberatung

040 - 949 963 57

0176 - 325 017 12

michaela.graff@der-rissener.de

Michelle Kossel

Redaktion

unsere aktuellsten Ausgaben

Aktuelles in Rissen, Blankenese, Sülldorf und Wedel

Buslinie 388 - Der NDr macht aufnahmen von neuer Nahverkehrsanbindung

RISSEN. Vor kurzem war der NDR mit einem Kamerateam in Rissen und hat einen kleinen Bericht für das Hamburg Journalgedreht. Wir waren ebenfalls dabei. wer den Sendebeitrag nochmal anschauen möchte, hier ist der Link in der NDR Mediathek:


https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/Hamburg-Journal,hamj76668.html


Direkt am Anfang begrüßen einige Rissener die Zuschauer, und ganz am Ende wird über Rissen und die neue Buslinie 388 berichtet. mh

Frauen an die Macht - Als Frauen das erste mal wählen durften

BLANKENESE/ RISSEN.  Als am 19. Januar 1919 die Wahlbüros für die Wahlen zur Nationalversammlung öffneten, war das gleich in mehrfacher Hinsicht eine Premiere. Vor 100 Jahren wurde zum ersten Mal in Deutschland demokratisch gewählt. Das Kaiserreich hatte abgedient und mit ihm das berüchtigte Dreiklassenwahlrecht im Königreich Preußen, welches das Gewicht der einzelnen Stimme an die Höhe der Steuerleistung koppelte. Bereitete diese Reform den alteingesessenen Honoratioren des Kaiserreichs schon Kopfzerbrechen, war es mit dem gleichberechtigten Wahlrecht noch schlimmer: Denn zum ersten Mal durften auch Frauen wählen. Und das unabhängig von ihrem Stand in der Gesellschaft oder ihrem Einkommen. Darin liegt eine der großen Errungenschaften der Revolution von 1918/19 verborgen, der wir uns auch nach 100 Jahren noch erinnern.

In den Elbgemeinden bedeuteten diese Reformen im Wahlrecht, dass Frauen plötzlich das Sagen hatten – in der Theorie. Denn hier waren die Frauen in der Überzahl. Schon vor dem Krieg waren viele weibliche Hausangestellte hier gemeldet. 1919, bedingt durch die vielen Toten an den Fronten des Weltkriegs, hatte sich das Verhältnis noch weiter zugunsten der Frauen verschoben. So waren in der Landgemeinde Blankenese 61 Prozent der Wahlberechtigten Frauen und 39 Prozent Männer. Zum Vergleich: 1910 durfte nur knapp die Hälfte der männlichen Einwohner hier überhaupt wählen gehen. Die Anzahl der Wahlberechtigten hatte sich also mehr als vervierfacht, und die Stimmen der Frauen waren wahlentscheidend.

Entsprechend mussten die Parteien, die sich selber gerade neu gegründet hatten, auch noch an Werbung und Programm für die neue Zielgruppe – Frauen – denken. Denn keine Partei im Kaiserreich hatte sich im Kaiserreich für ein Frauenstimmrecht eingesetzt. Keine? Doch, eine, die SPD hatte das Frauenwahlrecht immer gefordert und einen entsprechenden organisatorischen und agitatorischen Vorsprung. Nicht umsonst war die erste Frau in der Gemeindevertretung von Blankenese-Dockenhuden 1919 eine Genossin. Doch wofür sollten die neuen „bürgerlichen“ Parteien stehen, wenn es um die Frauen und ihre Bedürfnisse ging. Wie sollten die Neuwählerinnen erreicht werden?

Die linksliberale Deutsche Demokratische Partei (DDP) versuchte es mit Schmeicheleien: Es „sind gerade die Frauen mit ihrem natürlichen Widerwillen gegen alle Unordnung, alle Unruhen, Berufene, sich mit aller Kraft gegen die Wogen des Chaos zu stemmen. Denn wie die Natur dem Kinde Vater und Mutter gibt, bedarf auch unser Volk des Einschlages der Männer und der Frauen.“ Ein Ton der Männerriege, der zunächst gut ankam. Denn die DDP stellte in den Elbgemeinden keine Kandidatinnen auf.

Die rechtskonservative Deutschnationale Volkspartei (DNVP) hingegen trat in Schleswig Holstein mit ihrer Reichstagskandidatin Martha Voß-Zietz auf. Diese war zugleich Vorsitzende des konservativen Verbandes Deutscher Hausfrauen. Voß-Zietz war der Meinung, „daß die Frauen Gewicht legen würden auf die kulturellen Fragen. Ein Staatsleben ohne sittlichen Einfluß könnten wir Frauen uns nicht vorstellen“. Einfluss aber thematisch begrenzt. Entsprechend sahen ihre Partei und sie die Zukunft der Frau traditionell: Kinder, Küche, Kirche. Das sollte die Perspektive für die „rein deutsch denkende Frau“ bleiben. Immerhin: Mit Erna Schaper aus Blankenese wurde eine Kandidatin der DNVP aus den Elbgemeinden in den Pinneberger Kreistag gewählt.

Mit Ida Dehmel, der Frau des damalig berühmten Dichters Heinrich, hatte die dritte bürgerliche Partei, die Deutsche Volkspartei (DVP), echte Prominenz aus Blankenese am Start. Ida Dehmel war bereits länger in der Frauenstimmrechtsbewegung aktiv und stieg nun in den Wahlkampf ein, ohne freilich einen Listenplatz anzustreben. Sie konnte es sich leisten, die Fehler der Vergangenheit offen anzusprechen: „In welch einer Lage befinden wir Frauen uns? Jetzt rächt sich die Schuld der bürgerlichen Parteien, daß die Rufe nach dem Frauenstimmrecht unbeantwortet blieben. Jetzt sehen wir auf der einen Seite ein glänzend geschultes Frauenheer, das blindlings der sozialdemokratischen Führung folgt, auf der bürgerlichen Seite aber ein krasses Durcheinander.“ Um dem entgegen zu wirken, arbeitete Dehmel aktiv am Programm der DVP in Berlin mit.

Ein zusätzliches Problem für viele Frauen entstand dadurch, dass sie als Hausangestellte beschäftigt waren. Daraus leitete mancher Patriarch und Arbeitgeber das Recht ab, auch über die Wahlentscheidung der Angestellten bestimmen zu können, wie ein Leserbrief in den Norddeutschen Nachrichten zeigt: In Groß-Flottbek und Othmarschen müssen viele Hausangestellte aus dem Verein der DDP wieder austreten, weil angeblich ihre 'Herrschaften' nicht wünschen, daß sie anders wählen als diese selbst. Das sind die alten Zustände, die wir doch wirklich nicht beibehalten wollen." Ins gleiche Horn stießen auch manche Pastores wie Otto Schwartz in Blankenese, der als Propst der Propstei Pinneberg zunächst dafür sorgte, dass den Frauen das Wahlrecht in der zunächst Kirche versperrt blieb.

Über das konkrete Wahlverhalten der Frauen im Januar 1919 in den Elbgemeinden können wir leider nur spekulieren. Reichsweit wählten Frauen verstärkt das katholische Zentrum, das hier nicht angetreten war, und die DNVP. Entsprechende Statistiken oder Auszählungen nach Geschlechtern, aus denen wir Ergebnisse für die Elbgemeinden ableiten könnten, sind nicht überliefert. Das Tor zur Gleichberechtigung aber hatte sich wieder ein Stück weiter geöffnet, der Weg aber sollte noch lang werden.

Dr. Jan Kurz, Förderkreis Historisches Blankenese e. V.


Wer nun neugierig geworden ist, erfährt mehr zum Thema Mehr im Buch „Blankenese 1918“, das jüngst erschienen und in allen Buchhandlungen erhältlich ist. 



   

Sven Wendt stoppt senioren-Abzocker

RISSEN. Erneut haben Betrüger Rissener Senioren ins Visier genommen – diesmal konnte Stadtteilbeamter Sven Wendt allerdings eine Rentnerin davor bewahren, zum Opfer zu werden. Die 77 Jahre alte Frau erhielt am Dienstag, 8. Januar, einen Anruf mit unterdrückter Rufnummer von einer vermeintlichen Kripobeamtin. Angeblich hätten ihre Kollegin in der Nachbarschaft ein Notizbuch von einer Diebesbande gefunden. Darin habe sich die Adresse der Rissenerin gefunden. Die Polizei wolle sie nun besuchen, um Wertgegenstände zu sichern und ihre Bankkontodaten aufzunehmen. Die Seniorin teilte jedoch mit, dass sie momentan keine Zeit habe, da sie zum Sport müsse. Näheres sollte deshalb am darauffolgenden Tag in einem erneuten Telefongespräch mit einem „Kollegen“ besprochen werden. Sensibilisiert durch die Berichterstattung in unserer Zeitung und den Präventionskampagnen der Polizei wurde die 77-Jährige jedoch misstrauisch und informierte den Stadtteilpolizisten Sven Wendt. „Den versprochenen Anruf der angeblichen Kriminalbeamtin sollte ich dann annehmen“, berichtete Wendt dem Rissener. Wendt fand sich zur verabredeten Zeit bei der Rissenerin ein. Und tatsächlich erfolgte der Anruf. „Diesmal war die Nummer nicht anonymisiert. Es handelte sich um eine ägyptische Vorwahl.“ Ein Mann wollte die 77-Jährige sprechen, gab sich dann im Laufe des Gesprächs als Telekom-Mitarbeiter aus, weigerte sich, den Grund seines Anrufs mitzuteilen und legte dann auf. Die Rissenerin war froh, die „echte“ Polizei informiert zu haben. „Gesundes Misstrauen ist wirklich angebracht, um nicht zum Opfer zu werden. Lieber einmal mehr die Polizei anrufen, als sich auf die miesen Maschen der Betrüger einzulassen“, so Wendt. mk


Die Stunde der Matrosen - Busfahrt zu sonderausstellungen

RISSEN. Der Weg zur ersten deutschen Demokratie in Weimar begann in Kiel – durch den Matrosenaufstand 1918. Eine Busfahrt nach Kiel am Dienstag, 19. Februar, ab 9  bis 18 Uhr, führt zu zwei Sonderausstellungen und zu den Stätten, an denen sich 1918 der Matrosenaufstand entzündet hat. Dazu gehört die Sonderausstellung „Die Stunde der Matrosen“ im Kieler Schifffahrtsmuseum Fischhalle, das frühere Marineuntersuchungsgefängnis Kiel, die „Marineanstalt“ in der Kaiserzeit, und der „Flandernbunker“, ein dreistöckiger Marinebunker des Zweiten Weltkriegs, heute ein Museum für den Frieden. Die Führung durch den original erhaltenen Marinebunker zeigt auch die Sonderausstellung „Kirche und Erster Weltkrieg“.

Der Aufstand in Kiel im November 1918 erfasste in wenigen Tagen das ganze Reich. Der Matrosenaufstand führte zum politischen Umsturz, zum Ende des Ersten Weltkriegs, zum  Rücktritt des Kaisers und zum Beginn der ersten Demokratie in Weimar. Räterepubliken entstanden von Kiel bis Karlsruhe, von Hamburg bis München. Auch das Dorf Ochsenwerder bei Hamburg bildete einen Bauernrat.

Führungen, die von Historikern geleitet werden, bieten Informationen über die dramatische Zeit demokratischer Anfänge 1918/1919 in Deutschland, ohne die unsere heute mehr als 70-jährige, parlamentarische Demokratie nicht denkbar wäre.

Information und Anmeldung: cornelia.strauss@kirchenkreis-hhsh.de und unter Telefon 040 589 50 223. Abfahrt: am Blankeneser Bahnhof. Eine Anmeldung ist wegen begrenzter Plätze notwendig. Die Plätze sind erst nach Bestätigung reserviert.

mk



 


Buddhismus im Mittelpunkt

RISSEN. Im Rahmen der Reihe „Spurensuche – die Weltreligionen auf dem Weg“ der Johanneskirchengemeinde geht es am Dienstag, 29. Januar, ab 19.30 Uhr, im Gemeindehaus am Raalandsweg 5, um den Buddhismus. Nach einem Film von Hans Küng wird Nils Clausen eine Einführung zum Thema geben und für Fragen zur Verfügung stehen. „Die Reihe, die sich bisher mit den drei Abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam beschäftigt hat, dient der Information und Begegnung mit Vertretern aller Weltreligionen in der Überzeugung, dass es ein gemeinsames Weltethos gibt, das für den Frieden zwischen den Nationen und Kulturen nötig und wichtig ist“, so Pastor Anton Knuth. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. mk


Finanzspritze für den loki-schmidt-garten

KLEIN FLOTTBEK. In den Haushaltsberatungen zum Doppelhaushalt 2019/2020 hat die Hamburgische Bürgerschaft unter anderem einen Antrag der Fraktionen von SPD und Grünen beschlossen, der die Zukunftsfähigkeit des Loki-Schmidt-Gartens sichern wird. Die Universität Hamburg muss von ihrem Etat in den Haushaltsjahren 2019 und 2020 jeweils mindestens 3 700 000 Euro für die Unterhaltung des Loki-Schmidt-Gartens zur Verfügung stellen.

Dazu die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok, die auch Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde des Botanischen Gartens Hamburg ist: „Durch diese Regelung wird der Loki-Schmidt-Garten weiter zukunftsfähig gemacht. Das ist notwendig, damit der Garten auch weiterhin als sehr wichtige Genbank und Forschungsinfrastruktur zur Verfügung steht. Es ist aber auch ein Zeichen der Wertschätzung für die engagierten Gärtnerinnen und Gärtner sowie die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die durch ihren unermüdlichen Einsatz den Garten zu einem Juwel machen.“ ak




 



Kultur & Termine

Sie möchten eine Anzeige bei uns schalten?

Michaela Graff

Mediaberatung

040 - 949 963 57

0176 - 325 017 12

michaela.graff@der-rissener.de

Mit einer gedruckten Auflage von 15 000 Exemplaren in Rissen, Blankenese, Sülldorf und Wedel sind wir DAS Informationsmedium in dieser Region. Wir informieren unsere Leserinnen und Leser über lokale News und spannende Themen in Ihrem Stadtteil. Deshalb sind wir der perfekte Werbeträger für Sie. Im Rahmen von wechselnden kreativen Sonderthemen ist sicherlich auch etwas Passendes für Sie dabei!


Übrigens: Sie können auch Ihre Beilage in unserer Zeitung beilegen lassen

Ihre Kleinanzeige für Privat und Gewerbe

* gewerbliche Anzeige 15,- € / private Anzeige 10,- € jeweils inkl. MwSt. (bis zu 4 Zeilen, je weitere Zeile 2,50,- €)

Kleine Sachen schnell verkaufen!

  •  
  •  
  •  

ab 10,- €*