Der Rissener mit Blankenese - Sülldorf - Wedel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir lieben die lokale Berichterstattung. Das heißt für uns, dass die Rissener und die Menschen in Blankenese, Sülldorf und Wedel vor allen Dingen darüber informiert werden sollten, was in ihrem Umfeld passiert. Denn sie lieben gute Geschichten. Und sie wollen wissen, was die vor Ort ansässigen Kaufleute im Angebot haben.

Deshalb finden Sie bei uns Artikel und Reportagen über Menschen und Meinungen, über Sport und Politik, über Handel und Wandel und darüber, was unsere Kinder in ihren Schulen lernen und erleben. Unser „Rissener“ soll Ihre Lokalzeitung sein – und damit ein Stück Identität, ein Stück Heimat!


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Andreas Kay

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Aktuelles in Rissen, Blankenese, Sülldorf und Wedel


Dr. Stefanie von Berg lädt zur Bürgersprechstunde ein. Foto: mk

Mit der neuen Bezirksamtsleiterin Dr. Stefanie von Berg sprechen 

 ALTONA.  Mit der neuen Bezirksamtsleiterin Dr. Stefanie von Berg sprechen ALTONA. Wer Fragen und Anregungen für die neue Bezirksamtsleiterin Dr. Stefanie von Berg hat, kann mit ihr während ihrer Bürgersprechstunde am Montag, 3. Februar, sprechen. Von 15 Uhr an bis 17 Uhr ist von Berg im Raum 105 im Altonaer Rathaus, Platz der Republik 1, anwesend. Auf Wunsch werden die Gespräche vertraulich behandelt. Anmeldungen, mit einer kurzen Angabe des anzusprechenden Themas, bitte bis Mittwoch, 29. Januar, unter der Telefonnummer 428 11 15 12, so die Bezirksverwaltung. mk







Ein zeitgenössisches Portrait von Georg Bonne. Foto: Förderkreis Historisches Blankenese

Zeitreise
Wer war Georg Bonne?

ZEITREISE, Teil 1


Über die Sinnhaftigkeit von Straßenumbenennungen wird derzeit heftig diskutiert. Auch unser Zeitreisender Dr. Jan Kurz fragt sich in diesem Zusammenhang bei der Georg-Bonne-Straße in Nienstedten:

 „Es iss’ ja wie’s iss’“ – aber muss es auch so bleiben? 


Geschichte ist für viele Menschen genau das: Geschichte, also Vergangenheit, Gewesenes und nicht mehr zu Veränderndes. Entsprechend zitiert der Heimatbote, die Zeitschrift des Bürger- und Heimatvereins Nienstedten im Februar 2018 die von NDR2 bekannte Imbissbudenbesitzerin Stefanie – wir haben das Zitat als Überschrift ausgewählt. Das Zitat gilt dem kuriosen Zustand einer Straße in Nienstedten, die gleich drei Namen hat: Von der Elbchaussee bis zum Quellenthal sprechen wir seit einigen Jahren von der „Christian-Frederik-Hansen-Straße“, dann, bis zum Einmündung der Kanzleistraße, nennt sie sich „Am Internationalen Seegerichtshof“ und schließlich, bis zur Nienstedter Straße,  „Georg-Bonne-Straße“.


Straßen sind in mehrfacher Hinsicht Geschichte


Bis 1949 hieß die gesamte Straße übrigens schlicht „Mittelstraße“ - dieser Name hätte wohl keine Diskussion verursacht - nach 1949 dann für knappe 50 Jahre „Georg-Bonne-Straße“.

Straßen sind in mehrfacher Hinsicht Geschichte, die in unsere Gegenwart reicht. Außer der historischen Entwicklung einer Straße und ihrer Bauwerke sowie den Erinnerungen, die sich mit ihr verbinden, interessiert sie hier als Ort, an dem Politik gemacht wird: im Namen der Straße, der – wie so vieles – dem Zeitgeist unterliegt und nicht für die Ewigkeit gegeben ist. Sage mir, wie sie heißt, und ich sage Dir, wessen Kind sie ist. Änderungen in der politischen Ordnung oder dem gesellschaftlichen Wertesystem spiegeln sich in den Namen der Straßen wider. Jeder Teil der Elbgemeinden kennt die eine oder andere Umbenennung: Die Nationalsozialisten hatten 1933 nichts Schnelleres zu tun, als die Simrockstraße in Dockenhuden nach einem SS-Sturmführer aus Blankenese in Dr-Chemnitz-Straße umzubenennen, um damit von der SPD und KPD Hochburg symbolisch Besitz zu ergreifen. Nach 1945 wurden dann wiederum offensichtlich NS-belastete Namen durch solche ersetzt, die zunächst unkritisch schienen. Alles unmittelbare Reflexe auf große politische Umbrüche.

Als Überhang aus der Vergangenheit stehen darüber hinaus aber immer wieder Straßennamen, deren Legitimität in Frage gestellt wird, weil die Namensgeber nicht mehr den Stellenwert genießen, den sie einst hatten, oder weil neue Erkenntnisse über sie vorgelegt werden, die die berechtigte Frage aufwerfen, ob die Öffentlichkeit wirklich ständig an diese Person erinnert werden soll. So traf es in den 1980er Jahren die Gustav-Frenssen-Straße in Blankenese, und so ist es Gegenstand einer aktuellen Diskussion um die Walderseestraße in Othmarschen, um nur zwei Beispiele zu nennen. Georg Bonne, sein Denken, Handeln und sein Vermächtnis reihen sich hier ein.


Georg Bonne genoss hohes Ansehen


Als langjähriger Einwohner von Nienstedten, praktischer Arzt und Mitgründer des Bauvereins der Elbgemeinden genoss Georg Bonne (1859 – 1945) über die Elbgemeinden hinaus hohes Ansehen. Außer der Straße ist bis heute der Bonne-Park in Bahrenfeld nach ihm benannt. Über seine medizinische Arbeit hinaus war er ein leidenschaftlicher Gegner des Alkohols und Nikotins, die er für viele gesellschaftliche Devianzen, vulgo: Verbrechen, verantwortlich machte. Sein unermüdlicher Einsatz gegen die Verschmutzung der Elbe sowie den Natur- und Artenschutz muten heute ebenso modern an wie seine Einstellung gegenüber der Knallerei zu Silvester – diese wollte er verbieten. Dabei war er praktischer Arbeiter wie theoretischer Kopf: seine Bibliografie zählte bereits Anfang der 1930er Jahre mehr als 300 Schriften zu den verschiedenen Thematiken, die ihn bewegten, nebst literarischen Arbeiten, die zum Teil mehrfache Auflagen erlebten. Wie kann es also sein, dass dieser Mann „im Zwielicht“ steht, wie die Chronik des Bauvereins der Elbgemeinden 1999 titelt?

Kurt Grobecker, Autor der Chronik, beantwortet die Frage wie folgt: „Der Grund für solche Irritationen liegt in Georg Bonnes offenkundiger Fehleinschätzung nationalsozialistischen Machtstrebens und in der Unfähigkeit, die Ideologie der braunen Machthaber in ihren verderblichen Konsequenzen als verhängnisvoll und verbrecherisch zu erkennen.“ Vielmehr sah er im NS die Chancen, seine Anliegen zu verwirklichen, weshalb er „punktuell“ Teile der NS-Ideologie aufgegriffen habe. Letztendlich seien seine diesbezüglichen Äußerungen aber nicht höher zu gewichten als sein Werk für die Wohnsituation in den Elbgemeinden. Weder der Bauverein noch die Anwohner und die Politik sahen daher Mitte der 1990er Jahre einen ausreichenden Grund, die Georg-Bonne-Straße insgesamt umzubenennen. Bonne, ein nicht angepasster Idealist, der sich des NS bediente, wie er wollte?


Aufgrund der aktuellen Diskussionen um die Georg-Bonne-Straße lesen Sie den zweiten Teil nun bereits in unserer kommenden Ausgabe, die Sie am Donnerstag, 30. Januar, erhalten. 


UPDATE+++ UPDATE+++UPDATE+++UPDATE

Die SPD-Fraktion  hat nun nach der Berichterstattung in unserer Zeitung zur kommenden Sitzung der Bezirksversammlung am Donnerstag, 30. Januar, einen Antrag auf Umbennennung der Georg-Bonne-Straße gestellt. So heißt es zur Begründung im Antrag, der uns  vorliegt, unter anderem: 

  • Die Georg-Bonne-Straße ist auf Grund der neu gesammelten Erkenntnisse über die NS-Belastung des Namensgebers umzubenennen.
  •  
  • Für die Neubenennung der Straße sollen im Stadtteil Vorschläge gesammelt werden. Hierzu soll der Ausschuss für Kultur und Bildung der Bezirksversammlung Altona im Rahmen einer öffentlichen Anhörung vor Ort Vorschläge sammeln und diese gewichten und auswerten, um dann der Bezirksversammlung Altona einen konkreten Umbenennungsvorschlag vorzulegen.

 


 



 

Klartext Rissen – Bürger fragen, Politiker antworten

 RISSEN.  Am Sonntag, 23. Februar, sind die Hamburgerinnen und Hamburger aufgerufen, eine neue Bürgerschaft zu wählen. Deshalb laden VIN Rissen und die Initiative Klövensteen soll leben“ für Dienstag, 4. Februar, zu einer spannenden Podiumsdiskussion mit einigen Bürgerschaftskandidaten ein. Auf dem Podium der Schulcampusaula am Voßhagen 15 stellen sich ab 19.30 Uhr die Bürgerschaftspolitiker Filiz Demirel, Grüne, Katarina Blume, FDP, Dr. Anke Frieling, CDU und David Stoop, Die Linke, den Fragen der Besucher. Dabei geht es um wichtige und durchaus kontroverse Themen für Rissen, zum Beispiel Stadtentwicklung und Wohnungsbau: Laut den jüngst vorgestellten „Leitlinien zur lebenswerten kompakten Stadt“ gehört nicht nur die Überdeckelung des Canyons zu den Ideen für Rissen, sondern auch der Bau von 14-stöckigen Hochhäusern.  

Außerdem sollen sich die Abgeordneten zu den Schulentwicklungsplänen äußern. „Jeder Schüler, der in Rissen wohnt, soll auch in Rissen zur Schule gehen“, lautet eine Forderung der VIN. Wird dies in der kommenden Legislaturperiode realisiert?

Weiterhin wird es um Naturerhalt, um Pläne für das Wildgehege und um die Zukunft der Brünschenwiesen gehen. Auch über die Themen Verkehr und Integration soll diskutiert werden. mk

  


Jan Plamper liest beim ASB Rissen aus seinem Buch. Foto: Plamper

Lesung „Das neue WIR“ Warum Migration dazu gehört - Eine andere Geschichte der Deutschen

 RISSEN Der Historiker und Autor Jan Plamper liest am Donnerstag, 30. Januar, im Seniorentreff des ASB an der Wedeler Landstraße 36, einige Passagen aus seinem Buch „Das neue Wir - Warum Migration dazu gehört - Eine andere Geschichte der Deutschen“.


Plamper erzählt die deutsche Geschichte seit 1945 anders: Aus- und Einwanderung gehören zur DNA unserer Republik, so Plamper. In einem ganz eigenen, mitreißenden Sound lässt er die Erfahrungen der Menschen, die nach Deutschland kamen, zu einem Teil unserer gemeinsamen Geschichte werden. Sie alle gehören dazu: die schlesischen Vertriebenen, die Gastarbeiter aus Italien und der Türkei, die DDR-Vertragsarbeiter aus Mosambik.  Beginn ist ab 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung wird von den Partnerschaften für Demokratie und Vielfalt Rissen und Sülldorf in Kooperation mit dem ASB Ortsverband Hamburg West und der Buchhandlung Steyer ang



Mobilität ist Dorfgespräch. Auch die Rissener Ringlinie, die von der "Dorfkutsche" bedient wird, ist Thema. Foto: BVR

Rissen in Bewegung - Aber wie?

RISSEN.  Beim aktuellen „Dorfgespräch“ des Bürgervereins Rissen (BVR) am Montag, 27. Januar, ab 19 Uhr, in der Aula des Schulcampus Rissen, Voßhagen 15, geht es um das Thema Mobilität in Rissen. „Alle reden über Mobilität, aber was kommt davon im Hamburger Westen an“, so Claus W. Scheide, Vorsitzender des BVR. Der Bürgerverein wird deshalb mit seinen Gästen erörtern, welche Auswirkungen die vielberufene Mobilitätswende für den Hamburger Westen haben soll. „Dabei möchten wir“, so Scheide, „einen anderen Blickwinkel einnehmen. Die Erkenntnis, dass Rissen genauso Bestandteil eines urbanen Randgebietes ist, wie Wedel, gebietet es, die Probleme zusammen mit Wedel zu debattieren und eben nicht, wie gelegentlich der Eindruck entsteht, an der Landesgrenze halt zu machen.“ Eingeladen sind deshalb
Niels Schmidt, Bürgermeister Wedel, Joachim Wiucha, HVV, Frank Schmitt, SPD-Bürgerschaftsabgeordneter und die Bezirksversammlungspolitiker Benjamin Harders, Grüne, Dr. Anke Frieling, CDU, und Katarina Blume, FDP. Scheide: „Uns interessiert auch, welche Konsequenzen die Mobilitätskonzepte der SPD, Grünen, CDU und der FDP für Rissen und Wedel haben.
Um aber einen vollständigen Überblick über die dringendsten Belange zu erhalten, rufen wir die Rissenerinnen und Rissener dazu auf, uns Ihre Wünsche und Vorstellungen zur Verkehrslage in Rissen bis Montag, 20. Januar, mitzuteilen. Wir freuen uns auf viele Zuschriften, ob per Post, per E-Mail, per Telefonnachricht auf unserem Anrufbeantworter oder auch auf unserer Homepage oder Facebook.“

Auf der Homepage des Bürgervereines ist unter der folgenden Adresse dafür eine Kommentarseite freigeschaltet: https://buergerverein-rissen.de/… ak

 



Der Blankeneser Gospelchor lädt zu einem besonderen Konzert ein Foto: Blankeneser Gospelchor

Stimmungsvolles Gospelkonzert in der Blankeneser Kirche

BLANKENESE.  Ein Konzert der besonderen Art erwartet das Publikum am Sonnabend, 1. Februar, in der Blankeneser Kirche am Markt. Zu Gast beim Gospelchor Blankenese (GosBl) ist der Föhrer Gospelchor UnFÖHRgettable. In einem gemeinsamen Workshop erarbeiten die beiden Chöre das Programm „Stand by Me“. Die Gruppen trafen sich zum ersten Mal im letzten Frühjahr zu einem Probenwochenende auf der Nordseeinsel, um ein Konzert zu geben. Nun kommen die Insulaner zum Gegenbesuch. Die Chorleiter Gregor DuBuclet und Andrea Arfsten haben ein vielseitiges Programm bekannter und weniger bekannter Gospellieder zusammengestellt, die die Chöre sich gemeinsam erarbeiten. Die neuen Songs werden im Konzert erstmals aufgeführt und ergänzt durch einen kleinen Auszug aus den jeweiligen Repertoires der Chöre. Fachmännisch begleitet werden sie durch den langjährigen Music Director des GosBl,  James Mironchik.

Das Titellied „Stand by Me“ von US Liedermacher Ben E. King steht Pate für das Konzert. King nahm seine Inspiration für den Song von dem Spiritual „Stand by Me Father“, das als Grundlage den Psalm 46, 8 hat: „Der HERR Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz.“ Der Song ist weltweit bereits mehr als 400 Mal aufgenommen worden. Unter anderem von John Lennon und dem Kingdom Choir. Beginn ist ab 19 Uhr, Einlass ist bereits ab 18 Uhr.


Der Eintritt ist frei, wer mag, darf gerne spenden.


Weitere Informationen rund um den GosBl gibt es unter www.gospel-blankenese.de. ak

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