Der Rissener mit Blankenese - Sülldorf - Wedel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir lieben die lokale Berichterstattung. Das heißt für uns, dass die Rissener und die Menschen in Blankenese, Sülldorf und Wedel vor allen Dingen darüber informiert werden sollten, was in ihrem Umfeld passiert. Denn sie lieben gute Geschichten. Und sie wollen wissen, was die vor Ort ansässigen Kaufleute im Angebot haben.

Deshalb finden Sie bei uns Artikel und Reportagen über Menschen und Meinungen, über Sport und Politik, über Handel und Wandel und darüber, was unsere Kinder in ihren Schulen lernen und erleben. Unser „Rissener“ soll Ihre Lokalzeitung sein – und damit ein Stück Identität, ein Stück Heimat!


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Monika Lühmann: Alltagsgeschichten und Sehnsuchtsorte

BLANKENESE.  „Ich habe so viel erlebt in dieser Welt, so viel hat sich ereignet – das musste ich einfach aufschreiben.“ Sagt Monika Lühmann, ehemalige Betreiberin von „Lühmanns Teestube“ in Blankenese und Sprecherin der Interessengemeinschaft Blankeneser Marktplatz, zu ihrem druckfrischen Buch „Ach was Paris“. 144 Seiten stark und im KJM-Verlag erschienen ist ihr sehr biografisch geprägtes Werk. Nicht etwa der Eiffelturm oder sonst eine Sehenswürdigkeit aus Monika Lühmanns Sehnsuchtsstadt Paris prangt auf dem Titel, sondern eine historische Ansicht von Blankenese. Dass allerdings das Leben kein heimeliges Postkartenidyll ist, diese Erfahrung hat die Autorin auch machen müssen. „Es hat sich so viel ereignet in den 79 Jahren, die ich nun schon auf der Welt bin. Die Zeit ist vergangen, fast wie ein Wimpernschlag. Was für mich früher als junge Frau zum Alltag gehörte – wie zum Beispiel das Verschicken eines Telegramms – das kennen meine Enkel gar nicht mehr.“

Aber genau das soll nicht verloren gehen. Im Buch wird es hervorgeholt. In Hamburg geboren, wächst Monika in Altona und Ottensen auf. Sie erlebt den Zweiten Weltkrieg, die Bomben auf die Häuser, das Feuer und das viele Leid der Menschen um sie herum.  Und dann der Vater, der den Nationalsozialisten etwas zu sehr zugeneigt war. „Viel zu sehr“, sagt sie. Ein schwieriges, konfliktbeladenes Verhältnis. Vielleicht genießt die junge Monika deshalb nach dem Zweiten Weltkrieg die neue Freiheit und den Frieden. Lernt Sprachen, verbringt Zeit im Ausland. „Ich hatte eine Brieffreundin in England, mit der ich sogar noch heute befreundet bin.“ Schließlich arbeitet sie als Sekretärin in einem Hamburger Bankhaus. Hier begegnet sie „ihrem Uwe“, den Mann, den sie 1964 heiratet. „Ich war jung, ich war fröhlich“, berichtet sie lächelnd von diesem Kapitel in ihrem Leben. Damals lernte sie Blankenese kennen, und es mag ihr damals durchaus ein wenig so vorgekommen sein, wie auf jener historischen Karte, die nun den Titel ihres Buches ziert. „Es ist ja schon besonders mit den Parkanlagen und den historischen Bauten.“ Viel Flair, wie in Paris, wo sie mit „ihrem“ Uwe früher Messen ausgerichtet hatte und einige Tage eintauchen konnte in das Pariser Leben.  „Die Begegnungen mit den Menschen, das hat mich sehr geprägt.“ Das Schicksal selbst in die Hand nehmen, nicht verzagen und machen – es ist kein Wunder, dass Monika Lühmann begann, sich engagiert für ihren Stadtteil einzusetzen. Mit viel Energie und Langmut. Und wer etwas verändern möchte, der braucht durchaus seine Postkartensehnsuchtsorte. Ob nun Paris oder „Backyard“ in ihrem Haus in Blankenese. mk


Großreinemachen in blankenese

BLANKENESE.  Auch dieses Jahr heißt es wieder „Blankenese blitzblank“ mit dem Blankeneser Bürger-Verein. Das große Klarschiffmachen im Ortskern und in den Parks startet  am Donnerstag, 25. April, ab 10 Uhr, auf der Wiese unter der Doppeleiche am Blankeneser Marktplatz. Gegen 12 Uhr gibt es für die fleißigen Helfer am Marktplatz eine Stärkung und Getränke. mk


  

Werke von Maren Goericke sind im Witthüs zu sehen

BLANKENESE. Maren Goericke, das Meer und die Elbe – ihre Werke haben viele Bewunderer. Ab Dienstag, 2. April, sind einige ihrer Arbeiten im „Witthüs“, Elbchaussee 499a, zu sehen. Die Rissener Künstlerin zeigt auch einige neue Werke in Acry und Öl, die während ihrer Mal-Reise an der Ostsee entstanden sind. „Meine Bilder zeigen meinen persönlichen Blick auf und über das Meer“, sagt sie. Mit dabei ist übrigens auch ein eindrucksvolles Portrait eines Hirsches. Noch bis zum 5. September wird der Bilderreigen dort zu den Öffnungszeiten gezeigt. mk





Die schöne Frau vom Berg und der Mann, der Hitler die Treue schwor

BLANKENESE.  Geht es nach den Plänen von Buchautor Ronald Holst und vieler Blankeneser Bürger, so könnte die Bulckestraße aus guten Gründen in Friederike-Klünder-Straße umbenannt werden. Denn Friederike Klünder (1776 bis 1848) hat viel für die Menschen vor Ort getan, half unter anderem verarmten Blankeneser Fischerfamilien, die durch Napoleons Kontinentalsperre nicht mehr zum Fischen herausfahren konnten. „Sie hat eine Art Hilfe zur Selbsthilfe organisiert, besorgte für die Frauen Flachs zum Spinnen und Weben, sodass sie fertige Leinwände verkaufen konnten“, berichtet Ronald Holst dem „Rissener“. Außerdem sorgte sie dafür, dass mehr als 2000 Kinder und Erwachsene gegen die Pocken geimpft wurden. Holst bemüht sich seit 2014 darum, dass die Wohltäterin geehrt und eine Straße, ebenjene Bulckestraße, nach ihr benannt wird. „Die Bulckestraße liegt in der Nähe von Friederike Klünders Zuhause im Hessepark“, so Holst. Und der Jurist und Schriftsteller Dr. Carl Bulcke (1875 bis 1936), nach dem die gleichnamige Straße 1949 benannt wurde, hatte eine Weile in Blankenese gelebt, war später im einstigen Reichsinnenministerium als Oberregierungsrat und Leiter der Film-Oberprüfstelle tätig, so Holst. Er gehörte 1933 zu jenen Autoren, die die so genannte Ehrenerklärung für Adolf Hitler, das „Gelöbnis zur treuen Gefolgschaft“, unterschrieb. „Es bietet sich daher an, die unzeitgemäße Ehrung des Herrn Bulcke zurückzunehmen. Statt Bulcke sollte unseres Erachtens Friederike Klünder mit einer Straßenbenennung geehrt werden“, so der Förderkreisvorsitzende. Zumal die gleiche Gelöbnis-Unterschrift des Heimatschriftstellers Gustav Frenssen (1863 - 1945) 1986 ein wesentlicher Grund für die Umbenennung der Blankeneser Frenssenstraße in Anne-Frank-Straße war.

Vor dem Hintergrund dieser Rechercheergebnisse wurde Holst, damals noch Vorsitzender des Förderkreises Historisches Blankenese,  aktiv. Es war der Anfang einer offenbar unendlichen Geschichte. Doch das wusste Ronald Holst damals noch nicht.  „Unser Antrag auf Benennung einer Blankeneser Straße nach Friederike Klünder wurde von uns Anfang Februar 2014 an die Kulturbehörde, dem Staatsarchiv in der Kattunbleiche, geschickt. Vorher hatten wir uns an die Senatorin für Justiz und Gleichstellung, Jana Schiedeck, gewandt, die unser Anliegen schriftlich begrüßte. Im März 2014 haben wir - wie gewünscht -  Frau Dr. Melzer, Bezirksamtsleiterin, informiert. Der Vorgang landete dann im Mai 2014 bei einem Mitarbeiter im Amt für Wirtschaft, Bauen, Umwelt, zur Bearbeitung“, so Holst weiter.

Dieser teilte dem Förderkreis im April 2016 telefonisch mit, dass er die Vorbereitungen für eine Umbenennnung abgeschlossen habe und den Vorgang der Bürgerschaft zur Abstimmung zuleite. Die werde darüber im Mai oder September 2016 entscheiden. Holst: „Bis heute ist nichts geschehen.“ mk



 


Wann bekommt rissen elektroladesäulen?

RISSEN.  Elektromobilität ist für den Rissener Heinz Laatzen die Zukunft, schreibt er uns in einem Leserbrief. Leider gebe es in Rissen immer noch keine E-Ladesäulen für diejenigen, die heute schon mit Elektrofahrzeugen unterwegs sind.

Dabei ist die Hansestadt bei diesem Thema durchaus Vorreiter. So hat die Verkehrsbehörde Ende Februar das Modellprojekt „Elbe“ mit einer Förderung in Höhe von 21 Millionen Euro für bis zu 7400 weitere Ladesäulen für Elektromobile auf den Weg gebracht. 

Die Nachfrage nach Elektro-Ladestationen für Wohn- und Gewerbe-Gebäude sei hoch, so die Verkehrsbehörde. Aktuell gebe es mehr als 850 Ladestationen und jährlich 175 000 Ladevorgänge.  

Da sollten doch die Menschen in den Amtsstuben Rissen nicht vergessen. Laatzen: „Besonders Schnelllader, CCS, könnten unseren Stadtteil doch für viele fortschrittlich denkende Menschen attraktiv machen.“

Mindestens aus der Sicht der Geschäftsleute sei es doch nicht verkehrt, wenn die Besitzer dieser umweltschonenden Fahrzeuge sich zum Beispiel in Rissens Ortskern mal für ein halbes Stündchen aufhalten „und so erfahren wie schön unser Rissen doch ist“, sagt er. Dieser Besuch mache weder großartig Lärm, noch Gestank. „Wedel und Blankenese haben die Zeichen der Zeit bereits erkannt, dort gibt es Ladestationen und die dazugehörigen Fahrzeuge, bis hin zur Bergziege.“

Doch offenbar steht Rissen als Standort vorerst nicht zur Debatte. Wie der SPD-Bezirksversammlungsabgeordnete Henrik Strate berichtet, gebe es noch keine detaillierten Planungen für den Stadtteil. mk



Der Blankeneser Marktplatz. Foto: mk

Neues Markthäuschen, neues Pflaster - jetzt auch ein neuer Name für den Marktplatz?

BLANKENESE.  Kaum haben sich die Wogen in Sachen Blankeneser Marktplatz etwas geglättet, macht die FDP im Bezirk Altona möglicherweise ein neues Fass auf: Im Zuge des Wahlkampfs schlägt Wolf Achim Wiegand, Direktkandidat der Liberalen, vor, dem Blankeneser Marktplatz einen neuen Namen zu geben. „Der Platz hat keinen Namen, kann schlecht über das Navi gefunden werden und liegt im Herzen von Blankenese“, sagt er. Und da es bei Umbenennungen so sei, dass Frauen im Rahmen des Verwaltungsverfahrens bevorzugt werden würden, habe man sich bei der FDP Gedanken gemacht. So könne man sich vorstellen, den Platz der Künstlerin Ida Dehmel, der Frauenrechtlerin Lida Gustava Heymann, der Künstlerin Hanna Darboven oder der Politikerin Emilie Kiep-Altenloh zu widmen. Und dafür wird jetzt an Info-Ständen der FDP im Stadtteil geworben.

Nicht jeder in Blankenese kann sich indes mit dieser Idee anfreunden und halten die Vorschläge für alles andere als einen möglichen Wahlkampf-Gag. „Wenn man hier im Stadtteil jemanden fragt, wie man zum Marktplatz kommt, ist jeder gleich orientiert. Weshalb also für unnötige Verwirrung sorgen“, sagt Uwe Lühmann, Mitglied in der Interessengemeinschaft Blankeneser Marktplatz.

Benjamin Harders, Vorsitzender des Blankeneser Bürger-Vereins (BBV), hält den Zeitpunkt für ungünstig. „Ich halte es für besser, wenn die Planungen für den Marktplatz endgültig abgeschlossen sind, bevor man an eine mögliche Umbenennung geht. Außerdem, so der BBV-Chef, sei vielen älteren Blankenesern der Bereich als Lornsen-Platz bekannt, einst benannt nach dem Sylter Landvogt Uwe Jens Lornsen, 1793-1838, der sich für die Unabhängigkeit der Herzogtümer Schleswig und Holstein vom Königreich Dänemark einsetzte.

Und geht es nach Ronald Holst, der viele Bücher über die Geschichte des Stadtteils geschrieben hat, „sollte lieber erst einmal die Bulckestraße umbenannt werden. Namensgeber war ein Anhänger der Nazis “, so Holst. Seit Jahren setzt er sich dafür ein, dass diese Straße künftig Friederike-Klünder-Straße heißt, nach einer Frau, die im 19. Jahrhundert als Wohltäterin in Blankenese auftrat. „Leider bislang ohne Erfolg, dabei ist die Zeit mehr als reif dafür“, so der Stadtteil-Chronist.

Dr. Jan Kurz, Vorsitzender des Förderkreises historisches Blankenese und Autor unserer Zeitreisen, fehlt bei den Vorschlägen der FDP der klare Bezug zu Blankenese, „wenn man schon nicht das schlichte und im Sprachgebrauch allgemein verwendete ‚Blankeneser Marktplatz‘ verwenden möchte“, sagt Kurz. So sei Lida Gustava Heymann auch mal in Blankenese beim Gasthaus „Sagebiehl“ zu Gast gewesen und Ida Dehmel habe lange Jahre in Blankenese gewohnt. Ihre Aktivitäten entfalteten sie aber nicht in Blankenese, ihr Fokus lag auf der nationalen Ebene. „Besser eignen würde sich hier Sophie Janssen, die als erste Vorsitzende des Verbands Norddeutscher Frauenvereine, Ortsgruppe Blankenese – Dockenhuden, vielfacht tätig war, unter anderem eine Kriegsküche im Ersten Weltkrieg für notleidende Familien, eine Säuglingsfürsorge, Krippe und einen Kinderhort gegründet und geleitet hat. Eine emanzipierte, im Dritten Reich in den Selbstmord getriebene Blankeneser Frau, an die erinnert werden kann“, so Kurz.  mk


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