Was wächst denn da? -Teil 34
Hibiskus – traumhafte Blüten für Urlaubsfeeling im Garten
Man kann sie unmöglich alle kennen oder über Detailwissen zu den schönen Bäumen, Büschen, Gehölzen und Blumen verfügen, die in den vielen Gärten und Parkanlagen in den Elbvororten grünen und blühen. Mit Anne Krischok, die Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde des Botanischen Gartens ist, und mit Revierleiterin Angela Jahns, stellen wir einige Pflanzen vor und berichten über Besonderheiten. In diesem Teil bringt uns Hibiskus den Sommer wieder.
Die riesigen dunkelroten Blüten des Staudenhibiskus 'Midnight Marvel' sind am Zedernteich ein beliebtes Fotomotiv. Fotos: Jahns
Hibiskus sorgt mit farbenprächtigen Blüten für eine besondere Exotik in jeden Garten und damit für Urlaubsstimmung – auch im Botanischen Garten. Hier sind prächtige Hibiskus-Sorten unter anderem in der Salbeisenke zu finden. Dort blühen Hibiscus syriacus 'Lavender Chiffon' und ‚White Chiffon‘. Sie zeichnen sich durch besonders große und halbgefüllte Blüten mit brillanten Farben in weiß und pink aus. Die langsam wachsenden Sträucher haben inzwischen eine Höhe von drei Metern erreicht.
Nicht nur die Blüten sind ein Hingucker, auch das dunkelrote Laub.
Auch am Zedernteich kann man sie bewundern. Die riesigen dunkelroten Blüten des Staudenhibiskus 'Midnight Marvel' sind dort in jedem Jahr ein beliebtes Fotomotiv. Nicht nur die Blüten sind ein Hingucker, auch das dunkelrote Laub. Die pflegeleichte Staude hat einen buschigen, verzweigten Wuchs und eine schöne Herbstfärbung. Sie blüht ab August und eignet sich sehr gut als Kübelpflanze auf der Terrasse oder dem Balkon. Sie kann ebenso im Beet ausgepflanzt werden. Je nach Standort benötigen die Pflanzen einen Winterschutz.
Auch wenn der Name es vermuten lässt: Hibiscus syriacus stammt nicht aus Syrien. Ursprünglich beheimatet ist er in China und Japan, wo er sonnige Waldränder besiedelt. Im Chinagarten ist deshalb auch eine Pflanze zu finden. Wie an der Form und dem Aufbau der Blüten erkennbar ist, gehören Hibiskus zur Familie der Malvengewächse, diese wiederum zur Ordnung der Malvenartigen. In der Phylogenetischen Uhr, also dem Pflanzensystem, wachsen außer den Hibiscus-Sorten ‚Woodbrigde‘ und ‚Russian Violet‘ auch andere Vertreter der Ordnung, zum Beispiel ‚Daphne‘ aus der Familie der Seidelbastgewächse.
In der Salbeisenke blüht die Sorte Hibiscus syriacus 'Lavender Chiffon'.
Auch wenn der Name es vermuten lässt: Hibiscus syriacus stammt nicht aus Syrien. Ursprünglich beheimatet ist er in China und Japan.
Was müssen Hibiskus-Liebhaber ist bei der Pflege beachten?
Gerade junge Hibiskuspflanzen sollten möglichst nur im Frühjahr in den Garten ausgepflanzt werden, damit sie bis zum ersten Winter gut einwurzeln können. Sie benötigen einen Winterschutz mit einer dicken Laubschicht oder einer Abdeckung mit Tannenzweigen im Wurzelbereich. Kübelpflanzen sollten im Herbst an eine geschützte Hauswand gerückt werden und auf eine isolierende Unterlage aus Holz oder Styropor gestellt werden. Die Gehölze können vorsichtig geschnitten werden. Verfrorene Triebe werden im Frühjahr entfernt.
Auch ‚White Chiffon‘ kann man im Botanischen Garten bewundern.
Hibiskuspflanzen treiben im späten Frühjahr aus. Ende Juli / Anfang August beginnt die Blütenpracht. Das Farbspektrum der auffälligen Blüten erstreckt sich von Weiß über Rosa und Rot bis hin zu mehrfarbigen Blüten. Strauchhibiskus, auch Garteneibisch genannt, benötigen einen vollsonnigen, geschützten Platz, gerne in Hausnähe an einer Terrasse oder in Innenhöfen. Sie lieben einen gut durchlässigen, frischen bis mäßig trockenen Boden mit einem hohen Nährstoffgehalt.
Bei längerer Trockenheit neigen sie dazu Blütenknospen abzuwerfen. Sie sollten daher regelmäßig gegossen werden, vertragen aber keine Staunässe. Bei Dauerregen leidet die Blütenpracht. Die Blüten werden fleckig und braun. Die Sträucher sind Insektenmagneten. Sie bieten den Insekten zwar nur wenig Nektar, gelten aber als guter Pollenlieferanten. Auch ihre Blütezeit von Juli bis Oktober ist für Insekten besonders vorteilhaft, denn zu dieser Zeit sind bereits viele andere Stauden verblüht. Das Nahrungsangebot wird langsam knapper.
Angela Jahns/ mk