Zu viel Bürokratie hemmt lokale Akteure
Finanzsenator Andreas Dressel trifft Stadtteil-Initiativen im Fischerhaus
Lokale Initiativen und Politik-Vertreter haben sich mit Finanzsenator Andreas Dressel im Fischerhaus getroffen.

Lokale Initiativen und Politik-Vertreter haben sich mit Finanzsenator Andreas Dressel (5.v.l.) im Fischerhaus getroffen. Fotos: mk
Die Sanierung des historischen Fischerhauses im Treppenviertel hat 3,5 Millionen Euro gekostet – nun sind die Bauarbeiten so gut wie abgeschlossen, und die Kirchengemeinde sowie der Förderkreis Historisches Blankenese können es kaum erwarten, die frisch verputzten und gestrichenen Räume wieder mit Leben zu erfüllen. Aber da gibt es noch einige Probleme. Auf Einladung von der SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Philine Sturzenbecher konnten sich Vertreter der Kirchengemeinde, Dr. Jan Kurz, Vorsitzender des Förderkreises Historisches Blankenese sowie Oliver Diezmann, Chef der Blankenese Interessen Gemeinschaft (BIG) und Ingo Eggers, Blankeneser Bürger-Verein (BBV), mit Finanzsenator Andreas Dressel darüber unterhalten, wo es noch hakt.

Dr. Jan Kurz wünscht sich, dass es künftig wieder viele Veranstaltungen im Fischerhaus gibt.
„Wir möchten, dass sich hier wieder unsere Senioren treffen. Außerdem könnten wir uns vorstellen, dass unsere Konfirmanden im Fischerhaus ein Seminar abhalten und übernachten“, so Ute Lau-Jensen von der Blankeneser Kirche. Konzerte im Garten und Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche mit lebendigem Geschichtsunterricht wünscht sich Dr. Jan Kurz. „Aber dafür ist zum einen nicht klar, wer dann die Nutzungskosten, wie zum Beispiel für den Stromverbrauch, übernimmt“, so Ute Lau-Jensen.
Weiterhin müssten Trennwände oder Schiebetüren in die Räume eingebaut werden, um das Platzangebot optimal zu nutzen. „Wir wissen nicht, ob wir dies dürfen und wer dann dieses zusätzliche Mobiliar bezahlt.“ Ein Problem sei ebenfalls die sehr steile Treppe, die zu den oberen Zimmern führt. „Da ist die Verletzungsgefahr groß.“
Weiterhin müssten Trennwände oder Schiebetüren in die Räume eingebaut werden, um das Platzangebot optimal zu nutzen. „Wir wissen nicht, ob wir dies dürfen und wer dann dieses zusätzliche Mobiliar bezahlt.“ Ein Problem sei ebenfalls die sehr steile Treppe, die zu den oberen Zimmern führt. „Da ist die Verletzungsgefahr groß.“ Finanzsenator Dresse verweist darauf, dass das Bezirksamt Ansprechpartner für die jeweiligen Nutzungsverträge ist. Hilfreich sei vielleicht, sich um zusätzliches Geld aus Fördertöpfen zu bemühen.

Andreas Dressel bemüht sich um Lösungen für die Bürokratie-Probleme.
BIG-Vorsitzender Oliver Diezmann winkt ab und zieht Vergleiche mit dem neuen Marktplatz. „Die Kommunikation mit der Bezirksverwaltung ist mühsam. Wenn ich Anträge für unsere Stadtteilfeste stellen muss, signalisiert das Amt, es sei kein Stromanbieter. Anträge für immer gleiche Veranstaltungen müssen immer wieder neu gestellt werden, und die Auflagen für Genehmigungen sind hoch, von den Gebühren ganz zu schweigen.
Bürokratieabbau sieht anders aus“, sagt er. Ingo Eggers vom BBV stimmt zu. „Bei der Nutzung des Markthauses als Stadtteiltreffpunkt gibt es ebenfalls viele Hürden, und die Mietkosten für das Café sind für den Betreiber kaum zu stemmen.“ Der Finanzsenator sagt zu, die Bezirksverwaltung darauf hinzuweisen, doch stärker ihre Ermessensspielräume zu nutzen. „Immer, wenn ich nach Blankenese komme, kriege ich Hausaufgaben mit“, so Dressel scherzhaft. „Wir lokale Player brauchen einfach dringend mehr Möglichkeiten, damit die Stadtteiltreffpunkte auch wirklich funktionieren“, betont Oliver Diezmann.
mk
