Solarenergie für Schule in Tansania
Vom Wedeler Rathausdach nach Afrika
Die gebrauchten Solarpaneele vom Wedeler Rathausdach versorgen nun eine Schule in Tansania mit Energie: ein tolles Projekt dank Hilfe aus Wedel, Holm und Blankenese!

Die ehemaligen Solarpaneele vom Dach des Wedeler Rathauses wurden ans Dach einer Schule in Tansania installiert. Fotos: Koehn
Was könnte eigentlich mit gebrauchten Solaranlagen passieren? Das zeigt nun das Tansania-Team des Vereins der Freunde und Förderer kirchlicher Arbeit in Holm. „Vor gut anderthalb Jahren haben wir einen Teil der Solaranlage vom Wedeler Rathausdach abgebaut -vielen Dank an die Stadtwerke und vor allem ihrem Chef Jörn Maurer- und per Container nach Makete in Tansania, den Partnerbezirk der Stadt Wedel, verladen“, berichtet Vereinsmitglied Michael Koehn.
Dort beleuchtet eine Paneele nun eine ganze Grundschule, die Lupila Primary-School, mit ihren derzeit 284 Schülerinnen und Schülern - in Tansania geht die Grundschule bis zu 7. Klasse, danach folgt eine Prüfung, von deren Ergebnis die weitere Laufbahn der Kinder abhängt: weiterführende Schule oder Berufsausbildung.

Mit dieser Energie werden jetzt sieben Gebäude versorgt.
Und mit dieser für dortige Verhältnisse riesigen Anlage ist es nicht nur möglich, alle Räume zu beleuchten, sondern auch Computer und Drucker sowie Kopierer zu betreiben. Ein Raum wurde als Lesezimmer eingerichtet, in dem Kindern nun auch später abends lesen und lernen können. Dabei gebührt ein besonderer Dank einer Gruppe ehemaliger Schüler des Gymnasium Blankenese, die den Verein „Lupila Learns“ gegründet haben und damit Geld gesammelt haben, um die gesamte technische Infrastruktur, also Kabel, Wechselrichter, Installation, an der Schule aufzubauen.
Auch im Diakonie-Zentrum gleich nebenan -in dem vor vielen Jahren der Holmer Pastor Rolf Wassermann und seine Frau Sibylle wirkten- wurde die Stromversorgung völlig neu konzipiert: Fünf der Solarpaneelen vom Wedeler Rathausdach liefern nun Strom, der die Batterien speist. Wenn keine Sonne scheint, wird auf die staatliche Stromversorgung umgeschaltet. Mit dieser Energie werden jetzt sieben Gebäude versorgt: Das Missionshaus und die Werkstatt, zwei Gästehäuser, zwei alte Wohngebäude sowie das Gebäude, in dem Diakonie, Pastorat und der Propst Büros haben.
Damit ist es nun sogar möglich, eine Waschmaschine zu betreiben und eine Tiefkühltruhe, „beides keine Selbstverständlichkeiten, in Lupila jedoch ein erheblicher Fortschritt und eine große Erleichterung für die Menschen“, so Koehn.
mk
