Der Rissener - Elbflair media GmbH

Markthaus Neubau eröffnet

Viel Schmuckkästchen – wenig Stauraum

„Ein Schmuckkästchen“, „ein Stadtteil-Highlight“, „ein toller Treffpunkt“: Die Lobeshymnen von Politik, Verwaltung und Bauherrin Sprinkenhof GmbH für Blankeneses neues Markthäuschen, das nun eröffnet wurde, rissen nicht ab.

120 Quadratmeter umfassende Markthaus-Neubau wurde eingeweiht. Fotos: mk


BLANKENESE
20. Dezember 2022
LOKALES

Vor 85 geladenen Gästen wurde der 120 Quadratmeter große Neubau gefeiert. „Ich freue mich sehr, dass wir heute das neue Markthaus Blankenese eröffnen können. Die Menschen aus Blankenese und alle Besucherinnen und Besucher können sich über einen neuen Treffpunkt im Stadtteil freuen – und das nicht nur an den Markttagen. Das neue Markthäuschen samt neuer, barrierefreier Toilettenanlage, wird den Marktplatz weiter beleben und das Einkaufen vor Ort noch attraktiver machen“, betonte Bezirkssenatorin Katharina Fegebank, Grüne, in ihrer Ansprache. Und Finanzsenator Dr. Andreas Dressel freute sich, dass „das Gebäude vor Weihnachten fertig geworden ist. „Angesichts der schwierigen bauwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist das in diesen Zeiten keine Selbstverständlichkeit und eine gute Nachricht für den Bezirk Altona und die Bürgerinnen und Bürger in Blankenese“, so Dressel.

Dies wurde auch von Bezirksamtsleiterin Dr. Stefanie von Berg gewürdigt, die sich außerdem bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das Engagement bedankte und die Bedeutung des Neubaus für den Stadtteil heraushob: „Jetzt ist der Marktplatz endlich das, was er schon immer sein sollte: Eine Fläche für Wochenmärkte mit viel Platz für Fußgängerinnen und Fußgänger und Radfahrende. Der Neubau des Markthauses wird diese neue Aufenthaltsqualität unterstützen und den Gesamteindruck des Platzes und der bereits umgebauten angrenzenden Straßen komplettieren.“ Symbolisch wurde ein großer Schlüssel an Benjamin Harders, Vorsitzender des Blankeneser Bürger-Vereins (BBV), übergeben, denn künftig wird der BBV hier wieder seine Geschäftsstelle unterhalten.

BBV-Vorsitzender Benjamin Harders (von rechts) bei der symbolischen Schlüsselübergabe von Bezirkssenatorin Katharina Fegebank, Dr. Andreas Dressel, Martin Görge, Sprinkenhof GmbH, und Bezirksamtsleiterin Dr. Stefanie von Berg.

BIG-Chef Oliver Diezmann (re.) und Quartiersmanagerin Sabine Juchheim (Mitte) überreichten Falk Hoquél (li.) einen Leucht-Pfahlewer.

„Der Blankeneser Bürger-Verein freut sich, seine Geschäftsstelle, die schon 57 Jahre an diesem Platz verortet ist, wieder zu beziehen – im 75. Jahr seiner Vereinsgeschichte“, sagte er. Dass der BBV erneut zentral im Stadtteil vertreten ist, ist ebenfalls dem Engagement von BBV-Mitglied Ingo Eggers zu verdanken, der sich sehr entschieden dafür eingesetzt hatte. Schöne Geste von Oliver Diezmann, Vorsitzender der Blankenese Interessen- Gemeinschaft: Er überreichte dem neuen Pächter des Café Bereichs, Falk Hocquél, Chef der Bistro-Café-Kette Schmidt & Schmidtchen, ein Blankeneser Pfahlewer- Leuchter, damit, so Diezmann, sich Hoquél sich hier gleich willkommen fühlt. 

Ebenfalls für Aufsehen sorgte ein Lebkuchenhaus-Modell des neuen Markthauses, das auf einem Tisch in der Nähe des Gesprächspult aufgebaut wurde und unter anderem von Dr. Jakob Borgmann, Ortsvorsitzende der CDU-Blankenese, bewundert wurde. „Mir gefallen beide Häuser – aber ob nun dieser Neubau unbedingt so teuer sein musste. Das Gebäude hätte ruhig schon früher fertig sein können“, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Denn: Die Baukosten belaufen sich auf 1,3 Millionen Euro. Beginn der Arbeiten war im Februar dieses Jahres. Zwischenzeitlich gab es eine Verzögerung, weil Energieleitungen integriert werden mussten. Nötig geworden war der Neubau, weil das alte Markthaus nicht mehr modernen Anforderungen entsprochen hatte.


Dazu wurde eine Ausschreibung ins Leben gerufen. Das Rennen machte das Unternehmen „BUB“-Architekten mit seinem Entwurf für einen vollverglasten, futuristisch anmutenden Entwurf mit einer mit Kupfer verkleideten Fassade – was sich deutlich von dem Ensemble historischer Bauten drumherum abhebt. „Ich finde, die Mittel aus dem Quartiersfonds sind hier gut angelegt. Das wird ein schöner Treffpunkt für die Blankeneser sein“, so die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Philine Sturzenbecher. Doch wunderten sich einige Gäste, dass das Haus über wenig Stauraum verfügt für Bestuhlung und Veranstaltungsausrüstung. Platz sei nur für eher kleinere Veranstaltungen. Und der BBV, der wie kein anderer für Gemeinschaft im Stadtteil steht, verfügt lediglich über ein etwa neun Quadratmeter großes Büro.

So ganz fertig sind die Arbeiten für Markthaus und -platz dann doch noch nicht. „Die verbleibenden Restarbeiten im Außenraum werden nach Ende der Schlechtwetterperiode abgeschlossen werden“, so die Verwaltung. 

mk

Dr. Jakob Borgmann, CDU Blankenese, gefallen der Neubau und das Lebkuchehaus-Modell.

Ein schöner Treffpunkt für Blankenese: v.l. Bezirksamtsleiterin Dr. Stefanie von Berg (li.) im Gespräch mit Finanzsenator Dr. Andreas Dressel.

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