Trickdiebe suchen wieder Opfer
Verbrecher sind in Wedel unterwegs
Schon wieder sind Taschendiebe und Geldwechseltrick-Betrüger im Stadtgebiet unterwegs. Am Mittwoch, 2. Juni, schlugen die Verbrecher vormittags bei einem Discounter an der Rissener Straße zu und stahlen die Geldbörse einer 65 Jahre alten Frau. Dass ihr Portemonnaie fehlte, bemerkte sie erst, nachdem sie eingekauft hatte und in ihre Handtasche schaute.

Taschendiebe und Geldwechseltrick-Betrüger im Stadtgebiet Wedel unterwegs. Foto: Adobe Stock
Danach waren die Taschendiebe offenbar an der Schulauer Straße unterwegs. Gegen 10.45 Uhr rempelten zwei Männer dort eine 83-Jährige. Im Anschluss stellte die Seniorin das Fehlen ihres Portemonnaies aus dem auf dem Rücken getragenen Rucksack fest. Beide Männer sollen circa 35 Jahre alt gewesen sein. Der erste Unbekannte war ungefähr 1.90 Meter groß und war mit einer dunklen Hose und einem karierten Hemd bekleidet. Er hatte längere schwarze Haare. Der zweite Mann wurde als circa 1.55 Meter groß beschrieben. Er trug ein dunkles Hemd und eine weiße Schirmmütze und hatte kurze schwarze Haare.
Außerdem kam es gegen 10.15 Uhr auf dem Parkplatz von Lidl in der Rissener Straße zu einem versuchten Geldwechseldiebstahl. Ein Unbekannter bat einen 77-Jährigen um das Wechseln von Kleingeld. Der Wedeler hielt den aufdringlichen Mann auf Abstand zu sich und seiner Geldbörse, so dass sich der Unbekannte schließlich entfernte.
Laut einer Angestellten ging der Mann, anschließend auf den Parkplatz des nahen Aldi und sprach hier wiederum einen bislang unbekannten älteren Herrn mit einem roten Kleinwagen an. Daraufhin durch die Angestellte angesprochen, entfernte sich der Mann.
Der mutmaßliche Dieb soll ungefähr 1.90 Meter groß und elegant gekleidet gewesen sein. Er trug eine kurze Hose, ein Hemd mit Blumenmuster und schwarze Turnschuhe. Vom Phänotypus her könnte er aus Südeuropa stammen, so die Polizei. Der Unbekannte soll sich später mit einem Pkw mit ausländischen Kennzeichen entfernt haben.
Das Polizeirevier Wedel bittet unter Telefon 04103 5018-0 um sachdienliche Hinweise. Weiterhin wird der durch den Tatverdächtigen angesprochen Herr mit dem roten Kleinwagen um Kontaktaufnahme gebeten.
Außer dem finanziellen Schaden ist auch der Aufwand für die Neubeschaffung von Papieren und Zahlungskarten nicht unerheblich.
Der Großteil der Diebstähle ereignete sich in Geschäften, Supermärkten und Einkaufszentren. Einen Schwerpunkt stellen die städtischen Bereiche dar.
Die Dienststellen der Polizeidirektion Bad Segeberg haben bereits im vergangenen Jahr Plakate in den Eingangsbereichen von Geschäften aufgehängt, um die Kunden vor Taschendieben zu warnen.
Da es sich bei Taschendiebstählen in Supermärkten um ein andauerndes Problem handelt, gibt die Polizei insbesondere älteren Mitmenschen folgenden Tipps:
- Taschendiebe lassen sich am typisch suchenden Blick erkennen: Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute.
- Tragen Sie Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper.
- Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder klemmen Sie sie sich unter den Arm.
- Benutzen Sie einen Brustbeutel, eine Gürtelinnentasche, einen Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete Geldbörse.
- Legen Sie Geldbörsen nicht oben in Einkaufstasche, Einkaufskorb oder Einkaufswagen, sondern tragen Sie sie möglichst körpernah.
- Hängen Sie Handtaschen im Restaurant, im Kaufhaus oder im Laden (selbst bei der Anprobe von Schuhen oder Kleidung) nicht an Stuhllehnen oder Einkaufswagen und tellen Sie sie nicht unbeaufsichtigt ab.
Zudem können sich besorgte Bürger bei bestehender Unsicherheit im Umgang mit dem Phänomen an jede örtliche Polizeidienststelle oder gleichermaßen an das Sachgebiet Prävention der Polizeidirektion Bad Segeberg, Standort Pinneberg (04101 2020) wenden. Dort erhalten vermeintliche Opfer entsprechende Hinweise.
mk
