Fachgruppe Brückenbau
THW-Helfer bauen neue Brücke im Botanischen Garten
25 Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswers (THW), Fachgruppe Brückenbau, waren kürzlich zu einer besonderen Übung für ein Wochenende zu Gast im Botanischen Garten. Sie haben eine neue Holzbrücke im Taxodiental der Anlage errichtet.

23 Meter lang ist die neue Brücke. Nils Kleissenberg (v.l.), Julian Stemmann, Prof. Insa Hense, Anne Krischok und Benjamin Stange freuen sich über die Holzbrücke. Fotos: mk
25 Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerks (THW), Fachgruppe Brückenbau, waren kürzlich zu einer besonderen Übung für ein Wochenende zu Gast im Botanischen Garten. Sie haben eine neue Holzbrücke im Taxodiental der Anlage errichtet. Ehrenamtlich. „Das hatte mehrere Gründe. Zum einen war die alte Brücke seit anderthalb Jahren schon nicht mehr passierbar – zum anderen hat das THW gleichzeitig mit dem Brückenbau eine Übung im Botanischen Garten vorgenommen“, berichtet Anne Krischok, Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde des Botanischen Gartens, die zusammen mit Professor Insa Hense, kommissarische Leiterin der Einrichtung, Gärtnermeister Nils Kleissenberg und Julian Stemmann, THW-Gruppenführer-Brückenbau des Ortsverbandes Altona, die Brücke offiziell einweihte.
Schnell eine Brücke über Wasserläufe zu bauen – „das kann lebensrettend sein. Daher ist dies ein gutes Training für uns“, so THW-Helfer Julian Stemmann, der zu jenen Rettungskräften gehörte, der bei der Flutkatastrophe im Ahrtal im Einsatz war. Daher hatten er und seine Kollegen auf der großen Wiese neben dem Taxodiental ein Lager mit Zelten und Einsatzfahrzeugen aufgebaut. Für Stemmann war dies außerdem eine besondere Situation, denn 2007 hatte er mit Kollegen die erste Brücke im Taxodiental gebaut. „Deshalb war ich sofort dabei, als es hieß, dass eine neue Brücke errichtet werden soll.“
23 Meter lang und verwinkelt ist die Holztrasse. Das Lärchenholz konnte dank einer Spende der Gesellschaft der Freunde des Botanischen Gartens erworben werden. Die Bauarbeiten waren nicht einfach, „denn erst einmal mussten wir ein wenig Wasser abpumpen, um die Pfähle zu errichten, die die Holzdielen tragen – im schlammigen Untergrund“, so Stemmann. Erst dann konnten Bohlen gelegt werden, auf denen die Helfer laufen konnten. Trotz aller Widrigkeiten hatten die THW-Helfer die Aufgabe schnell gemeistert. Nach zwei Tagen stand die Brücke. Gärtnermeister Nils Kleissenberg war begeistert. „Die Brücke ist ein Highlight und einer der schönsten Orte in der Anlage. Viele Gäste hatten gefragt, wann sie denn wieder passierbar ist.“ Warum es nun anderthalb Jahre gedauert hat, bis die Besucherinnen und Besucher wieder über den hölzernen Steg gehen können? „Wir hatten schon 2019 das Aufmaß genommen, dann kam jedoch Corona dazwischen, und die Pläne verzögerten sich“, berichtet Kleissenberg. Später passierte die Flut-Katastrophe im Ahrtal, und Stemmann sowie weitere THW-Kräfte mussten dort helfen. Prof. Insa Hense freute sich und war sehr beeindruckt über den Einsatz der THW-Freiwilligen. „Ich bedanke mich sehr für diese tolle Leistung“, sagte sie.
mk
Ein Interview mit Gärtnermeister Nils Kleissenberg vom Botanischen Garten und Julian Stemmann, THW-Gruppenführer-Brückenbau des Ortsverbandes Altona.
Video: Michelle Kossel, Schnitt: Nico Kwiatkoski



