Tierischer Krafteinsatz
„Stella“ und „Dukat“ räumen im Volkspark auf
Spaziergänger im Klövensteen kennen die beiden Kaltblüter „Stella“ und „Dukat“ schon. Nun waren die beiden Kraftpakete auch im Volkspark im Einsatz.

Die beiden Kaltblüter „Stella“ und „Dukat" sind im Klövensteen und im Volkspark im Einsatz. Fotos: Bezirksamt Altona
Die beiden Rückepferde „Stella“ und „Dukat“ sind nicht nur im Klövensteen im Einsatz – sie arbeiten mit Besitzer Jorin Hardtmann auch im Volkspark. Dort haben sie 200 unerwünschte Traubenkirschen aus dem Waldboden gezogen. Hintergrund: Im Volkspark soll mit Unterstützung des Naturschutzgroßprojekts „Natürlich Hamburg!“ in Kooperation mit dem Bezirksamt Altona ein artenreicher Wald entstehen. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich in manchen Bereichen die Spätblühende Traubenkirsche stark ausgebreitet. Die aus Nordamerika stammende Art unterdrückt mit ihrem schnellen, dichten Wuchs andere Gehölze. So verzögert sie das Nachwachsen eines artenreichen Waldes. Und hier kommen „Stella“ und „Dukat“ ins Spiel. Denn das traditionelle Holzrücken, bei der das Holz mit den Pferden aus dem Boden gezogen wird, ist, in Gegensatz zum Maschineneinsatz, lärm- und emissionsfrei, so das Bezirksamt Altona.
Außerdem sei eine nachhaltige Bekämpfung der Traubenkirsche möglich, da die Pferde bis zu armdicke Stämme mit ihrem kompletten Wurzelwerk aus dem Boden ziehen. Außer der Entfernung der Spätblühenden Traubenkirschen hatten die beiden Rückepferde noch einen weiteren Job: Im vergangenen Jahr mussten im Bereich des Düsterwaldes westlich der August-Kirch-Straße aufgrund Borkenkäferbefalls 180 Bäume gefällt werden.
Durch den Einsatz von Forstmaschinen ist der Boden partiell stark verdichtet worden. Mit Hilfe der beiden Kaltblüter und einem traditionellen Pflug wurden die Flächen nun für die Aufforstung vorbereitet. Hier wird der Bezirk Altona in den kommenden Wochen 6000 Baumstecklinge von 22 Arten pflanzen, wie unter anderem heimische Rotbuchen, Stieleichen und Vogelkirschen, aber auch Lärchen. Die Nachpflanzung berücksichtigt außer ökologischen Aspekten auch die Belange des Gartendenkmalschutzes, die für den Volkspark auch Nadelbäume vorsieht.
mk

Die Rückepferde ziehen Bäume aus dem Waldboden.
