Zehn Jahre Stadtteilschule Rissen
Stadtteilschule feiert zehnjähriges Bestehen – Erweiterungsbau geht nicht voran
Die Stadtteilschule Rissen feiert am Donnerstag, 25. August, ab 16 Uhr, ihr zehnjähriges Bestehen mit vielen Aktionen, Spielen, Bühnenprogramm und kulinarischen Angebot auf dem Schulcampus am Vosshagen. Doch ein Thema trübt die Feierlichkeiten. Denn mit dem geplanten Schulerweiterungsbau für die Oberstufe von Stadtteilschule und Gymnasium an den Brünschen geht es offenbar nicht voran. Wie unsere Zeitung erfuhr, sind die Bauarbeiten noch nicht einmal ausgeschrieben worden.

Nichts tut sich in Sachen Schulerweiterungsbau an den Brünschen. Foto: mk
. Vor einem Jahr wurden Bodenproben für ein baugeologisches Gutachten entnommen. Seitdem hat sich nichts mehr getan. „Wir bekommen oft Anfragen von Eltern, wann es denn endlich losgeht“, sagt Schulleiterin Katharina Tschirschke. Denn die Platzprobleme, die vor anderthalb Jahren die Schulbehörde dazu erwogen hatte, das Vorhaben trotz massiver Kritik von Bürgerinnen und Bürgern, energisch voranzutreiben, gibt es immer noch an Stadtteilschule und Gymnasium. Und wie Schulbau Hamburg (SHB), verantwortlich für den Bau, die Sanierung und die Bewirtschaftung der Hamburger Schulen und Schulbehörde immer wieder betonten, soll der Neubau 2025 fertig sein.
Woran hapert es? „Zurzeit laufen noch Gespräche über den Ankauf eines benötigten weiteren Grundstücks. Danach wird die Ausschreibung für die weitere Planung und Durchführung starten“, sagt Stefan Nowicki von Schulbau Hamburg, zuständig für Kommunikation und Parlamentsangelegenheiten. Indes handelt es sich dabei nicht um das zu bebauende Grundstück, die Apfelwiese an den Brünschen, sondern um eine andere Fläche. Nowicki: „Es ist unabhängig davon ein weiteres Grundstück erforderlich, auf dem die Ausgleichsmaßnahmen für die Bebauung der Brünschen vorzunehmen sind. Zu diesem Grundstück laufen derzeit noch Gespräche.“ Die Antwort auf die Frage, weshalb denn nicht unabhängig davon die Bauarbeiten schon ausgeschrieben werden können, wurde nicht beantwortet.
Die Politik ist überrascht. „Das ist nicht nachvollziehbar, denn die Schulbehörde hatte es ja recht eilig mit dem Schulerweiterungsbau“, so Dr. Anke Frieling, CDU-Bürgerschaftsabgeordnete für den Hamburger Westen. Sie will zum Thema nun eine Senatsanfrage stellen.
Auch Henrik Strate, SPD-Bezirksversammlungsabgeordneter, ist verwundert. „Darüber haben wir keine Informationen erhalten. Es ist aber seltsam, dass hier so viel Zeit ins Land geht, ohne dass etwas passiert.“ Dazu, wann die Verhandlungen um die benötigte Ausgleichfläche denn abgeschlossen sind, hat sich Schulbau Hamburg bislang nicht geäußert.
mk