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Schulerweiterung an den Brünschen BI fordert Erhalt der Apfelwiese

Die Schulbehörde favorisiert nun für die Schulerweiterung des Campus am Voßhagen eine Fläche auf der Apfelwiese an den Brünschenwiesen – etwa 30 Meter entfernt von dem ursprünglichen Schulerweiterungsgebiet. Das Areal wird bereits für Unterrichtszwecke genutzt. Das gab die Schulbehörde kürzlich bekannt – just zu dem Zeitpunkt, als die Bürgerinitiative „Rettet die Brünschenwiesen“ eine Liste mit 11 000 Unterschriften gegen die Brünschen-Planungen im Altonaer Rathaus abgab.

Jan Reifenstein, Bürgerinitiative (BI) „Rettet die Brünschenwiesen“ (v.l.,) Nele, Barbara Meyer-Ohlendorf vom Nabu, Jonas und Jörn Steppke, BI, sehen dies kritisch. Foto: mk


RISSEN
26. Januar 2021
AKTUELLES

Für die Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) „Rettet die Brünschenwiesen“ und der Nabu-West-Ortsgruppe ist klar: „Das ist kein guter Kompromiss. Da hat es sich die Schulbehörde allzu einfach gemacht“, sagt Jan Reifenstein, Sprecher der BI. Denn Schüler und Lehrer seien nun ebenfalls zu mehrfach täglichem Wechsel zwischen den beiden Standorten – Voßhagen und Hasenwinkel – gezwungen. „Weiterhin werden die Turnhallenkapazitäten jetzt unter dem rechnerischen Bedarf geplant“, so Jörn Steppke von der BI. Für Schüler aus Sülldorf und Iserbrook verlängere sich nach wie vor der Schulweg. Außerdem sei es noch lange nicht Fakt, dass dort nicht noch weitere Gebäude errichtet werden könnten. Denn, so Jörn Steppke: „Die Verwaltung schreibt, dass es durch die Standortwahl auch bauliche Entwicklungsmöglichkeiten für etwaige Schulerweiterungspotenziale in der Zukunft gebe.“ Für Jan Reifenstein stellt sich noch eine weitere Frage: „Was passiert überhaupt, wenn der Grundeigentümer diese Fläche eben nicht verkauft?“ Die BI sieht deshalb erheblichen Klärungsbedarf und fordert einen transparenten Diskussionsprozess mit den Bürgern. Das sieht Barbara Meyer-Ohlendorf vom Nabu ebenso. „Es ist nicht zu begreifen, weshalb die Schulbehörde an der Brünschen-Planung so vehement festhält. Es ist doch allen klar, dass wir hier ein erhaltenswertes Stück Natur haben“, sagt sie. Gerade seien an Wedeler und Düpenauer Au wieder Fische für die streng geschützten und vom Aussterben bedrohten Eisvögel gesetzt worden. „Jeder Schritt macht hier einen großen Unterschied für Flora und Fauna. Im Guten wie im Schlechten“, betont die Nabu-Aktive.

mk

Video Interview mit Jan Reifenstein, Jörn Steppke, Bürgerinitiative „Rettet die Brünschenwiesen“ und Barbara Meyer-Ohlendorf von der Nabu West

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