Der Rissener - Elbflair media GmbH

Schuleingangsuntersuchung in Altona

Standort Blankenese wird dicht gemacht

Wie die Bezirksverwaltung mitteilt, macht die Schuleingangsuntersuchungsstelle am Sülldorfer Kirchenweg 2a am Freitag, 31. März, dicht.

„Wenn so eine hohe Anzahl an Untersuchungen am Standort Altona vorgenommen wird, wäre doch eigentlich der nächste Schritt, diese Stelle zu entlasten und mehr Angebote für die Außenstellen in Blankenese und Osdorf zur Verfügung zu stellen“, so die CDU Bürgerschaftsabgeordnete Dr. Anke Frieling. Foto: mk


RISSEN/BLANKENESE
10. März 2023
LOKALES

20 Jahre lang war die Einrichtung dort ansässig. Eltern müssen nun mit ihren Kindern zum Gesundheitsamt Altona an der Bahrenfelder Straße 256, wenn die Schuleingangsuntersuchung ansteht. Bereits jetzt würde dort ein Großteil dieser Untersuchungen vorgenommen werden. Der Schulärztliche Dienst, das sind Ärzte, Krankenschwestern und -pfleger sowie medizinischen Fachkräfte, berät Kinder, Eltern und Lehrkräfte zu allen Gesundheitsfragen rund um die Schule. Der Schulärztliche Dienst führt die Schuleingangsuntersuchungen durch, die nach dem Hamburgischen Schulgesetz  für alle Kinder verpflichtend sind.


Es werden Gesundheit und Entwicklungsstand des Kindes – unter anderem werden Hör- und Sehvermögen getestet sowie Größe und Gewicht festgestellt - mit Blick auf die bevorstehende Einschulung beurteilt. Der Grund für die Schließung in Blankenese: Angeblich sei die Nachfrage zu gering, so das Amt. Im vergangenen Jahr seien dort 156 Schuleingangsuntersuchungen durchgeführt worden, im zentralen Standort des Gesundheitsamtes waren es im gleichen Zeitraum 1782 Untersuchungen gewesen. Wo ein Einzelfall jedoch diese Untersuchungen stattfinden, wird von Amts wegen gesteuert. Denn wie Verwaltungspressesprecher Mike Schlink mitteilt, werde jedes Kind persönlich eingeladen: „Diese Einladung enthält einen Termin und den Ort, an dem die Untersuchung stattfinden wird.“ Ist der Termin für die Familie nicht passend, müsse sich die Familie an das Gesundheitsamt wenden. 


Außerdem lädt das Gesundheitsamt nach Schulstandorten ein, das heißt, eine räumliche Nähe werde auch hier berücksichtigt, aber eben nur bedingt.  Kaja Steffens, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung, fragt sich, „weshalb das Amt den Familien aus Blankenese, Sülldorf und Rissen zumutet, künftig zur Schuleingangsuntersuchung nach Altona fahren zu müssen. Mit Familienfreundlichkeit hat dies nichts zu tun. Längst nicht alle Eltern in den Elbvororten haben ein Auto. Sie können nicht mal eben schnell nach Altona mit ihren Kindern fahren“, sagt sie. 


Henrik Strate, SPD-Bezirksversammlungsabgeordneter, schlägt vor, doch auf die Untersuchungsstelle in Osdorf auszuweichen, „wenn man denn die Einrichtung in Blankenese unbedingt schließen will.“ In der Tat bleibt diese Außenstelle bestehen. Schlink: „Wir haben in Osdorf, an der Schule Barlsheide, Bornheide 2, eine Außenstelle, in der an fünf Tagen die Woche Schuleingangsuntersuchungen stattfinden und auch weiterhin stattfinden werden. Nachdem der Standort in Blankenese geschlossen wird, wird der Standort in Osdorf die einzige Außenstelle in Altona sein.“ Weshalb denn nun gerade der Blankeneser Standort dran glauben muss, sei, so die CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Dr. Anke Frieling, sehr kurios. „Wenn so eine hohe Anzahl an Untersuchungen am Standort Altona vorgenommen wird, wäre doch eigentlich der nächste Schritt, diese Stelle zu entlasten und mehr Angebote für die Außenstellen in Blankenese und Osdorf zur Verfügung zu stellen. Eine gleichmäßige Auslastung macht doch mehr Sinn“, sagt sie. 

mk

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