Tierisch starker Einsatz
Rückepferde helfen bei Waldarbeiten im Klövensteen
Sie sind wieder im Klövensteen-Waldeinsatz in Rissen: Die starken Kaltblüter „Stella“, „Fesche“ und „Dukat“ ziehen derzeit nach und nach etwa 300 Kubikmeter gestapeltes Holz aus dem Forst.

Kaltblüter „Dukat“ ist derzeit im Arbeitseinsatz im Klövensteen-Forst. Foto: „Bezirksamt Altona“
Sie sind wieder im Klövensteen-Waldeinsatz: Die starken Kaltblüter „Stella“, „Fesche“ und „Dukat“ ziehen derzeit nach und nach etwa 300 Kubikmeter gestapeltes Holz aus dem Forst. Um diese Arbeiten umweltschonend durchzuführen, setzt das Bezirksamt Altona in den kommenden zehn Tagen auf den Einsatz sogenannter Rückepferde“, so Mike Schlink, Pressesprecher der Verwaltung. Bei dem tierischen Einsatz handele es sich um eine sogenannte Schwachholzernte, die in 30- bis 80-jährigen Laubholzbeständen mit dünnem Holz durchgeführt wird. Ziel ist es, Baumarten, die weniger häufig vertreten sind zu fördern, indem Baumarten, die wesentlich häufiger vorkommen, entnommen werden.
Maximilian Zimmermann, Förster im Forst Klövensteen: „Bei dieser Maßnahme geht es uns darum, den Waldbestand zu stabilisieren und auf die Zukunft auszurichten. Mit Pflege dieser jungen Laubholzbestände stellen wir die Weichen für die Artenzusammensetzung im späteren Altholzbestand. Der Einsatz der Rückepferde hilft uns dabei, besonders umweltschonend vorzugehen.“
Mit den Pferden wird das bei der Schwachholzernte anfallende Holz durch den Wald bis zum nächstgelegenen Weg gebracht, an dem Forstspezialschlepper aktiv sind. Während diese Maschinen aufgrund ihres Gewichts dafür sorgen, dass der Waldboden über Jahre verdichtet wird, schonen Rückepferde den Untergrund.
Die Schwachholzernte wird übrigens durch die Auszubildenden im Forst vorgenommen. Die Azubis im aktuell dritten Lehrjahr können dabei sämtliche und prüfungsrelevante Fällschnitte – also Schnitt-Methoden, mit denen man einen Baum per Motorsäge zu Fall bringen kann – üben. Außerdem wird die Arbeit mit Seilwinden – das sind seilunterstützte Fällverfahren – und die Zusammenarbeit mit Forstspezialmaschinen und den Rückepferden geübt werden. Das im Rahmen der Schwachholzernte entnommene Holz wird in der Revierförsterei Klövensteen zu Brennholz weiterverarbeitet und der Bevölkerung ab Oktober zum Verkauf angeboten. Mit den Einnahmen wiederum kann der Waldumbau vorangetrieben werden, indem zum Beispiel in Monokulturen Buchen und anderen Laubbäume nachgepflanzt werden können.
mk
