Der Rissener - Elbflair media GmbH

Tolle Spenden-Aktion für „Save the Children“

Rissener Mädchen helfen Kindern in der Ukraine

Die Nachrichten und Bilder vom Krieg in der Ukraine haben die beiden Mädchen Josephina, zwölf und ihre Freundin Delia, zehn Jahre alt, nicht losgelassen.

Josephia (rechts) und Delia sangen sechs Stunden lang bei Minusgraden mitten in Rissen Weihnachtslieder für den guten Zweck. Fotos: privat


RISSEN
2. Januar 2023
LOKALES

Besonders das schreckliche Schicksal der Kinder beschäftigt die beiden Fünftklässlerinnen der Stadtteilschule Rissen. Und als viele Ukrainerinnen und Ukrainer mit ihren Familien nach Deutschland flüchteten, hatte Josephina eine junge Geflüchtete kennen gelernt. Gerade an Weihnachten überwog dann das Gefühl bei den beiden Freundinnen, tatkräftig helfen zu wollen. Josephina hatte die Idee, Spenden für die Organisation „Save the Children“ zu sammeln. Das ist eine internationale Nichtregierungsorganisation, die 1919 in England gegründet wurde, um das Leben von Kindern durch bessere Bildung, Gesundheitsversorgung und wirtschaftliche Möglichkeiten zu verbessern und um Nothilfe bei Naturkatastrophen, Kriegen und anderen Konflikten leisten. Auch in der Ukraine. „Kinder hören Explosionen und werden aufgefordert, nur mit der Kleidung auf dem Rücken aus ihren Häusern zu fliehen“, so heißt es auf der Homepage von „Save the Children“. Die Organisation kümmert sich mit geschulten Teams unter anderem um medizinische Hilfe vor Ort, Versorgung mit Lebensmitteln und sauberem Wasser.


Das hat Josephina und Delia beeindruckt, und sie wollten „Save the Children“ unterstützen. Beide haben am vierten Advent mitten in Rissen, auf dem Haspa-Platz, mehr als vier Stunden Weihnachtslieder, die sie vorher eingeübt haben, gesungen und Spenden eingesammelt. „Ohne Mikrofon und Lautsprecher haben wir uns getraut“, sagen Johanna und Delia.


Josephina (li.) und Delia ließen dann das Spendengeld bei einem Rissener Kreditinstitut auf das Konto von „Save the Children“ einzahlen.

Auf einem selbst gebastelten Plakat informierten sie über Sinn und Zweck der Aktion. „Das war wirklich ihre eigene Idee. Und es hat uns und die Mädchen sehr gefreut, dass so viele Menschen gespendet haben. Es war auch der Ansporn für die Beiden, trotz der Kälte – es waren minus vier Grad Celsius – sechs Stunden lang durchzuhalten“, berichtet eine der Mütter, Johanna Alt, unserer Zeitung. „Wir sind überrascht und begeistert, dass wir mehr als 200 Euro für die Kinder in der Ukraine quasi eingesungen haben“, sagen Delia und Josephina. Die 206,96 Euro, so die genaue Summe, haben sie bei der Hamburger Sparkasse in Rissen auf das Spendenkonto einzahlen lassen. „Wir bedanken uns bei all den Menschen, die so großzügig Geld gegeben haben“, betonen die Mädchen. 


Nach Angaben von „Save the Children“ wurden in der Ukraine bereits mehr als 345 000 Menschen unterstützt, darunter fast 173 000 Kinder. Und dies ist auch dank tatkräftigen Spenden-Aktionen wie jene von Josephina und Delia möglich. 

mk

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