Damit Radler gut durchkommen
Politik fordert Fahrradservicestationen für die Velo-Route zwischen Rissen und der City – und für alle Radschnellstrecken
Wer mit dem Fahrrad auf der Veloroute 1 unterwegs ist und eine Panne hat, muss bis zu einer Fahrradreparaturwerkstatt lange schieben und möglicherweise seinen Ausflug vorzeitig beenden.

„Wir wollen das Thema Fahrrad-Servicestationen für ganz Hamburg bewegen“, sagt Uta Naujokat, SPD. Foto: Adobe Stock
Daher fordern Grüne und CDU im Rahmen eines Antrags für die Bezirksversammlung, die morgen, am Donnerstag, ab 18 Uhr, tagt und im Live-Stream unter https://t1p.de/BV27052021 zu verfolgen ist, zwei Fahrradservicestationen entlang der Veloroute 1, die ab Rissen über Blankenese, Othmarschen und Altona bis in die City verläuft. Das ist der SPD-Bezirksfraktion jedoch viel zu dürftig. Mit einem eigenen Antrag setzt sie sich dafür ein, dass die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende entlang aller Velorouten Hamburgs ein Netz von Fahrradservice- und Reparaturstationen einrichten soll. Dazu Ute Naujokat, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Altona: „Wir wollen das Thema Fahrrad-Servicestationen für ganz Hamburg bewegen und nicht auf lokales Stückwerk setzen. Unsere Idee ist es, dass die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende entlang der Hamburger Velorouten nach und nach ein einheitliches Netz von Fahrrad- und Servicestationen aufbaut und dann auch die Wartung der Anlagen zentral gesteuert wird.“
Aus Sicht der SPD-Fraktion wäre ein solches Angebot eine Serviceleistung für alle Radfahrerinnen und Radfahrer, um den Ausbau der Fahrradstadt Hamburg weiter voranzutreiben und die Attraktivität des Fahrrads als Verkehrsmittel weiter zu steigern. Die angedachten Fahrrad-Servicestationen sollten dabei zum einen die Möglichkeit bieten, Fahrräder schnell und unkompliziert aufzupumpen und gleichzeitig ein Set an gängigen Fahrradwerkzeugen vorhalten, um kurzfristige Reparaturen zu ermöglichen. „Fast jede Radfahrerin und jeder Radfahrer kennt die Situation, ein platter oder schlecht auf-gepumpter Reifen, keine Luftpumpe und kein Werkzeug dabei und keine Abhilfe in Sicht. Deshalb wollen wir erreichen, dass zukünftig an zentralen Punkten entlang der Velorouten ein Netz von einfachen Fahrradservice- und Reparaturstationen aufgebaut wird. Dieses Thema sollte aber nicht jeder Bezirk für sich behandeln, sondern das muss Hamburg weit angegangen werden und hierfür ist dann die Behörde für Verkehr- und Mobilitätswende zuständig“, so Naujokat.
mk
- Die Hamburger Velo-Routen verlaufen weitgehend abseits der Hauptverkehrsstraßen, wo Radfahrer auf der Fahrbahn mitfahren können, durch Tempo-30-Zonen und auf Fahrradstraßen. Auf vielen Abschnitten sind die Velorouten bereits heute gut befahrbar. Bis 2025 sollen die Velorouten mit einer Gesamtlänge von etwa 280 Kilometern kontinuierlich ausgebaut und beschildert werden, so dass sie modernen Standards entsprechen und sicher und komfortabel zu befahren sind.
