Der Rissener - Elbflair media GmbH

Auf dem Sonnenweg zur Aussichtsterrasse

Neue Aussichtsplätze und Wege im Schnaakenmoor

Pünktlich zu Beginn der warmen Jahreszeit wurde das 100 Quadratmeter große Naturschutzgebiet Schnaakenmoor – das schönste, artenreiche und wichtigste Naherholungsgebiet im Westen Hamburgs – mit neuen Bänken, Wegen und Aussichtsplattformen ausgestattet. Möglich war dies dank des bundesgeförderten Naturschutzgroßprojektes „Natürlich Hamburg“. Altonas Bezirksamtsleiterin Stefanie von Berg und Umweltsenator Jens Kerstan haben im Rahmen eines Rundgangs die Umsetzung des Konzepts begutachtet. Mit dabei waren unter anderem Andrea Keller vom Regionalpark Wedeler Au und Philipp Lehmkühler, Revierförster im Klövensteen, mit seinem Hund „Fiete“.

Stefanie von Berg und Jens Kerstan informieren im Schnaakenmoor über das bundesgeförderte Naturschutzgroßprojekt „Natürlich Hamburg“. Fotos: mk


RISSEN
6. Juni 2021
LOKALES

„Viele Hamburgerinnen und Hamburger haben ihre Nachbarschaft während der Pandemie neu entdeckt, sind in Parks und Wäldern unterwegs“, berichtet Jens Kerstan dem Rissener. Doch an manchen Tagen würden so viele Menschen die Gebiete besuchen, dass Tiere und Pflanzen Schaden nehmen könnten. „Wir wollen aber Natur erlebbar machen, und gleichzeitig die Flora und Fauna vor Stress schützen. Das hoffen wir, mit diesem Konzept zu erreichen.“ Gerade im Schnaakenmoor finden sich Flora- und Fauna-Raritäten, wie unter anderem der insektenfressende Sonnentau und 33 Bienenarten, „die Schutz brauchen“, so Jens Kerstan.


Den Besucher-Ansturm buchstäblich in Wege leiten – das sollen nun drei neue Wanderrouten mit kleinen Symbolen wie Biene und Schmetterling und Frosch sowie Aussichtspunkte an Moorweiher, Heide und am Sonnenplatz leisten. Der Belag der Wege ermöglicht eine barrierefreie Nutzung, und die neuen Hamburg-Bänke laden zum Verweilen ein. Erklär-Tafeln weisen auf die Besonderheiten der Natur in.


Außerdem bietet eine App, die man sich aufs Handy laden kann, zusätzliche Informationen zur Tier- und Pflanzenwelt. „So wollen wir sicher stellen, dass sich Amphibienarten, wie Gras-, Grün- und Moorfrosch weiterhin ungestört an den Teichen tummeln und Vögel, wie der Silberreiher und Kranich, in Ruhe auf Nahrungssuche gehen können. Wer dafür sensibilisiert wird, geht vorsichtiger in die Natur und bleibt auf den Wegen“, so Stefanie von Berg. Dafür wurden 220 000 Euro aufgewendet, darunter Finanzen von Bund, Umweltbehörde und Bezirksamt Altona, das aus seinen Mitteln Bänke und Wege bezahlt hat, so von Berg.

Das Schnaakenmoor ist indes nicht das einzige Gebiet, das vom Naturschutzgroßprojekt „Natürlich Hamburg“ profiziert. „Wir wollen mit diesem Konzept in den Grünanlagen und Parks in Hamburg die Artenvielfalt in der Stadt erhöhen und noch mehr Menschen für die naturnahe Gestaltung sensibilisieren“, so Umweltsenator Kerstan. Dafür stehen 220 Millionen Euro zur Verfügung. So wurde bereits ein Bereich in „Planten und Blomen“ am Dammtor in einen Heidepark umgestaltet.

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