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Mutige Seniorin überführt fiesen Trickbetrüger

Da hat eine Wedeler Seniorin schnell geschaltet: Dank ihrer Mithilfe konnte die Polizei einen Trickbetrüger festnehmen. Der Mann rief die 62 Jahre alte Frau am Sonntag, 24. Januar, gegen 22 Uhr, an. Er behauptete, dass von der Polizei gerade zwei Einbrecher festgenommen wurden. Da nun auch ein Einbruch unmittelbar bei ihr bevorstehe, müssen alle ihre Wertsachen und ihr Bargeld in Sicherheit gebracht werden. Deshalb solle sie Geld und Schmuck außerhalb ihrer Wohnung an der Lindenstraße an einen Mann übergeben. Die Wedelerin reagierte cool und ging auf die Forderungen zum Schein ein, informierte aber im Anschluss an das Telefonat die Polizei.

Sinnbild Polizeieinsatz Foto: Adobe Stock


WEDEL
25. Januar 2021
BLAULICHT

Die von dem Täter geforderte Übergabe sollte in der Nacht zum heutigen Montag, gegen 2 Uhr, erfolgen. Zum vereinbarten Zeitpunkt waren dann auch Polizisten in unmittelbarer Nähe. Nachdem die 62jährige eine Tasche an den Täter übergeben hatte, konnten Polizeibeamte den mutmaßlichen Betrüger auch schon festnehmen. Es handelt sich um einen 23jährigen türkischstämmigen Mann aus Hamburg.

Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft Itzehoe zur Vorführung des Beschuldigten bei einem Haftrichter steht derzeit noch aus. Die Polizei ermittelt gegen weitere und bislang noch unbekannte Hintermänner wegen bandenmäßigem Betrug.


Auch in Rissen gab es Fälle, in denen vorwiegend ältere Menschen Opfer von Trickbetrügern werden, die sich als Polizisten ausgeben.

Das Ziel der Betrüger ist es, das Vertrauen der Opfer mit erfundenen Geschichten zu erschleichen oder sie unter Druck zu setzen. Diese Täter - getarnt als Polizeibeamte - möchten, dass Bargeld, Schmuck und Wertgegenstände herausgegeben werden. Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, bei solchen Auftritten oder Anrufen von angeblichen Polizei- oder Kriminalbeamten keine Auskünfte zu erteilen und an niemanden Gegenstände zu übergeben. Die Polizei wird sich niemals am Telefon oder an der Haustür nach Wertgegenständen, Geld oder Aufbewahrungsorten erkundigen. So rät Sven Wendt, Rissens Stadtteilpolizeibeamter: „Lassen Sie sich nicht einschüchtern. Verständigen Sie bitte anschließend Ihre Polizeidienststelle oder rufen Sie bei der 110 an.“

mk

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