Unfallrisiko an der Waitzstraße senken
Kommission stellt Sicherheitsmaßnahmen vor
Wie geht es nun weiter in Sachen Sicherheit an der Waitzstraße? Im Verkehrsausschuss der Bezirksversammlung hat nun die Unfallkommission, bestehend aus Vertretern von Polizei und Behörde für Verkehr und Mobilitätswende, jene Handlungsoptionen vorgestellt, die nach Begehungen in der Einkaufsmeile erarbeitet wurden.

Im Verkehrsausschuss der Bezirksversammlung wurden Vorschläge gemacht, wie die Waitze künftig sicherer wird. Foto: mk
Sie könnten laut Kommission dafür sorgen, dass künftig keine „Schaufenster-Unfälle“ mehr vorkommen und der Aufenthalt an der Waitze sicherer wird. Dafür könnten zum Beispiel mehr Poller sorgen. Denn es habe, so kam während der Diskussionen heraus, deutlich weniger Unfälle seit der Installation der Poller im Jahr 2015 gegeben. Weiterhin könnten die Schrägparkplätze durch Längsparkplätze ersetzt werden. So ganz zufrieden ist man jedoch mit dieser Maßnahme nicht, da das Unfallrisiko nicht wesentlich gesenkt werde.
Ins Spiel gebracht wurde ebenfalls der Vorschlag, dass die Straße zur Fußgängerzone wird – wobei jedoch gewährleistet werden muss, dass Arztpraxen, Geschäfte und Gastronomie weiterhin erreichbar und Anwohnerparkplätze bestehen bleiben. Der vierte Vorschlag wurde bereits, wie berichtet, von Bezirksamtsleiterin Dr. Stefanie von Berg, auf den Tisch gelegt: Aus der Waitze wird eine Kommunalstraße. Dann gibt es dort keinen Durchgangsverkehr mehr, nur Taxen und Busse dürften dort fahren. Wie das dann kontrolliert werden könnte, wurde nicht klar.
Zu einer Entscheidung kamen die Politiker in der Sitzung nicht. Während sich die CDU für die Poller-Lösung aussprach, wollten sich die anderen Parteien nicht positionieren. Heftige Kritik am Procedere kommt indes von der FDP. „Es ist mehr als verwunderlich, dass die Unfallkommission erst jetzt vor dem politisch-fachlich verantwortlichen Verkehrsausschuss erschienen ist. Die FDP-Fraktion fordert die Innenbehörde, beziehungsweise das Bezirksamt Altona dringlich auf, unverzüglich die vollständige schriftliche Fassung der Waitzstraßen-Vorschläge herauszugeben und öffentlich zu machen. Das hätte im Sinne von transparentem Verwaltungshandeln auch ohne Aufforderung geschehen sollen. Es kann nicht sein, dass die Politik als Entscheidungsträger und die Bevölkerung als Betroffene außen vorbleiben, während die ganze Stadt und die Bezirksamtsleitung öffentlich über vorgeschlagene Lösungsvarianten für die Waitzstraße diskutieren.“
mk
