Forst Klövensteen
Bäume werden wegen Borkenkäferbefalls gefällt
Im Forst Klövensteen hört Ihr zurzeit Motosägen-Geräusche. Leider müssen hier Bäume wegen Borkenkäferbefalls gefällt werden.

Leider müssen hier Bäume wegen Borkenkäferbefalls gefällt werden. Fotos: Bezirksamt Altona / Pascal Netzer
Sie sehen unscheinbar aus, doch für die Bäume im Klövensteen sind Borkenkäfer eine echte Gefahr. Bedingt durch die aktuell heiße und trockene Witterung haben es die Insekten leicht, Schäden in den Fichtenwäldern im Forst Klövensteen anzurichten. Um das zu verhindern, fällen Mitarbeiter*innen der Revierförsterei nun ganz gezielt einzelne Bäume im Wald – um andere zu retten.

Käferholzaufarbeitung 2022 - Ausbildungsgruppe 1 Lehrjahr.
Jeden Freitag kontrollieren die MitarbeiterInnen die Fichtenbeständen im Forst. Dabei wird zeitintensiv jeder Baum angegangen und nach braunem Bohrmehl gesucht. Das entsteht, wenn sich der Borkenkäfer ins Kambium, also den Bereich zwischen Holz und Borke frisst. Oft sieht man es einer Fichte schon von weitem an, ob diese geschädigt ist, denn dann lässt der Baum die Nadel hängen und sieht „erschöpft“ aus.
Sobald ein von Käfern befallener Baum gefunden wird, wird diese schnellstmöglich gefällt und die Borke sofort abgeschält. Sitz der Borkenkäfer oder seine Larven noch in der Rinde, ist es gelungen zumindest die Vermehrung des agilen Käfers zu unterbinden. Wer also in diesen Tagen die Motorsägen im Forst Klövensteen hört, kann sicher sein, dass die Revierförsterei erfolgreich einen sogenannten Käferbaum aufgespürt hat. Gelingt es den MitarbeiterInnen nicht, möglichst alle vom Borkenkäfer befallene Fichten zu finden, kann das verheerende Auswirkungen für den Klövensteen haben, da sich die Käferpopulation dann dramatisch und sehr schnell ausbreiten kann. Bislang ist dies nicht der Fall, dafür mussten aber auch bereits rund 120 Käferbäume gefällt werden.



