Der Rissener - Elbflair media GmbH

Streik und Sperrungen

Hamburg vor schwierigem Verkehrswochenende

Hamburg droht Verkehrschaos am Wochenende

Auf viele Hamburgerinnen und Hamburger kommt ein Wochenende mit deutlichen Einschränkungen im Verkehr zu. Foto: Adobe Stock / dr


RISSEN/BLANKENESE
20. März 2026
VERKEHR
Marvin Hinrichsen

Auf viele Hamburgerinnen und Hamburger kommt ein Wochenende mit deutlichen Einschränkungen im Verkehr zu. Ein angekündigter Warnstreik im Nahverkehr, eine Vollsperrung der A7 mit Elbtunnel sowie weitere Baustellen dürften gleichzeitig für Probleme auf Straßen und Schienen sorgen. Wer in der Stadt unterwegs ist, sollte mehr Zeit einplanen und mögliche Alternativen im Blick behalten. Auch für viele Menschen aus Rissen und Blankenese, die in die Innenstadt pendeln, könnte die Anreise komplizierter werden.


Die Gewerkschaft ver.di hat Beschäftigte der Hamburger Hochbahn und der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) für Sonnabend zu einem Warnstreik aufgerufen. Der Ausstand soll nach derzeitigen Angaben von Sonnabend, 3 Uhr, bis Sonntag, 3 Uhr dauern. Busse und U-Bahnen könnten in dieser Zeit nur eingeschränkt oder teilweise gar nicht verkehren. Nicht betroffen vom Streik sind nach aktuellem Stand die S-Bahnen, Regionalbahnen sowie die Hafenfähren.
Gerade für Fahrgäste aus den Elbvororten dürfte daher vor allem die S1 über Blankenese und Rissen Richtung Innenstadt eine wichtige Verbindung bleiben. 


Hintergrund sind weiterhin laufende Tarifverhandlungen zwischen den Verkehrsunternehmen und der Gewerkschaft. Nach Angaben der Hochbahn liegt inzwischen ein Angebot mit schrittweisen Entgelterhöhungen von bis zu 8,1 Prozent vor. Ver.di fordert hingegen eine stärkere monatliche Erhöhung bei kürzerer Laufzeit des Tarifvertrags. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 23. März angesetzt.


Auch auf den Straßen wird es eng. Die Autobahn A7 wird nach Angaben der Autobahn GmbH zwischen Stellingen und Heimfeld von Freitag, 22 Uhr, bis Montag, 5 Uhr, vollständig gesperrt. Damit ist auch der Elbtunnel betroffen. Grund sind Bauarbeiten. Zusätzlich gibt es im Bereich Berliner Tor weitere Einschränkungen: Die Berlinertordammbrücke sowie die Straße Bürgerweide nahe dem Hauptbahnhof sind wegen Abrissarbeiten gesperrt.


Viele Fahrgäste dürften deshalb auf andere Verkehrsmittel ausweichen. Da S-Bahnen, Regionalbahnen und Hafenfähren nicht vom Streik betroffen sind, könnten diese Verbindungen stärker genutzt werden. Auch das Fahrrad könnte für manche Wege eine Alternative sein. Nach derzeitigen Prognosen soll das Wochenende überwiegend sonnig und trocken bleiben, was den Umstieg aufs Rad erleichtern könnte.


Taxiunternehmen rechnen ebenfalls mit deutlich mehr Fahrten. Wer aus Rissen oder Blankenese spontan ein Taxi benötigt, kann sich unter anderem an lokale Anbieter wenden. Dazu gehört beispielsweise Elbvororte Taxi mit Sitz im Hamburger Westen. In der Innenstadt ist außerdem Hansa-Taxi erreichbar, eines der größten Taxiunternehmen der Stadt, unter der Telefonnummer 040 211 211. Eine weitere zentrale Vermittlung ist der Taxiruf Hamburg unter 040 44 10 11. Außer klassischen Taxis nutzen viele Fahrgäste inzwischen auch Apps. Über Plattformen wie FREE NOW lassen sich Taxis direkt per Smartphone bestellen. Auch Fahrdienste wie Uber sind in Hamburg verfügbar und werden in der Regel über die entsprechende App gebucht. Zusätzlich könnten Carsharing-Anbieter wie Miles oder Share Now stärker genutzt werden, wenn Busse und U-Bahnen eingeschränkt fahren.


Wer an diesem Wochenende in Hamburg unterwegs sein muss, sollte Fahrten möglichst frühzeitig planen und alternative Verkehrsmittel einbeziehen. Aktuelle Informationen zu Fahrplänen und möglichen Einschränkungen stellen die Verkehrsunternehmen fortlaufend über ihre Fahrplanauskünfte sowie auf ihren Internetseiten bereit. 

mh

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