Neues Symbol für Zusammenhalt am Willkomm Höft
Friedenspfahl ist zurück am Wedeler Elbufer
Die Mitarbeiter des Bauhofes der Stadtverwaltung haben Mitte Oktober am Willkomm Höft wieder einen Friedenspfahl aufgestellt. Im Januar dieses Jahres wurde das alte Symbol für Zusammenhalt und friedliche Verständigung vermutlich von der Flut fortgespült.

Nachdem der Wedeler Friedenspfahl im Frühjahr von einem Hochwasser fortgespült worden war, ist nun ein neuer Friedenspfahl als Zeichen für Verbundenheit und Zusammenhalt am Willkomm Höft aufgestellt worden. Foto: Stadt Wedel/Csiky/Richters
Damit setze die Stadt Wedel ein Zeichen für Zusammenhalt und friedliche Verständigung der Menschen auf der ganzen Welt, so Sven Kamin, Pressesprecher der Stadtverwaltung. Der 2,50 Meter hohe Friedenspfahl ist aus lasiertem Lärchenholz und mit witterungsbeständigen Acrylglaspaneelen an seinen vier Seiten verziert. Diese Paneele sind mit dem Leitspruch „Möge Friede auf Erden sein“ in den Sprachen Deutsch, Englisch, Dänisch und Japanisch beschriftet. Damit der Friedenspfahl nicht wieder von einer Flut mitgerissen wird, ist er mit einem Metallschuh gesichert. Die Kosten für die Wiederbeschaffung betrugen etwa 460 Euro. Die weltweit zu findenden Friedenspfähle sollen als Friedensgebete und –botschaften die Menschen verbinden. „Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie, die das Zusammensein der Menschen vor Ort aber auch global erschwert, will die Stadt Wedel mit der Wiederaufstellung des von den Fluten mitgerissenen Friedenssymbols an einer prominenten Stelle ein bewusstes Signal für den Zusammenhalt aller Menschen setzen“, so Kamin.
mk
- Hintergrund: Die Idee der Friedenspfähle geht zurück auf den japanischen Dichter und Philosophen Masahisa Goi, der 1955 das Peace Pole Project ins Leben gerufen hatte, um nach der verheerenden Zerstörung des Zweiten Weltkrieges ein alle Menschen unabhängig ihrer Nationalitäten, Kulturen und Religionen vereinendes Symbol zu erschaffen. Die darauf verewigten Worte waren von Masahisa Goi als die eines Friedensgebetes oder -mantras erdacht worden. Der erste Friedenspfahl wurde 1976 in Fukuoka, Japan errichtet. Die Idee hat seitdem überall eine Anhängerschaft gefunden, und auch international wurden inzwischen etliche Friedenspfähle errichtet. Es gibt laut Stand von 2016 bereits 250 000 ihrer Art in 191 Ländern dieser Welt, unter anderem in Kirchen, Tempeln, Klöstern, Stadtzentren, Universitäten, Schulen, Privatgärten, aber auch bei der UNO, im Pentagon, bei der OPEC, bei der Internationalen Atomenergiebehörde in Wien und bei der Arabischen Liga in Kairo. In Deutschland gibt es
400 Stück – und nun auch wieder einen in Wedel. Der Hauptsitz der NGO wurde nach New York verlegt und der Name wurde offiziell in „May Peace Prevail On Earth“ International geändert, also „Möge Friede auf Erden sein“.
