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Blankeneser Osterfeuer

Feuerbauer und Bezirksverwaltung haben sich geeinigt - vorerst

Das Blankeneser Osterfeuer scheint gerettet. So ist ein aktuelles Gespräch von Bezirksamtsleiterin Dr. Stefanie von Berg mit den Feuerbauern offenbar positiv gewesen. So heißt es in einer Pressemeldung der Verwaltung: „Zwischen dem Bezirksamt Altona und den anwesenden Feuerbauern hat ein positives und konstruktives Gespräch stattgefunden. Als gemeinsames und erklärtes Ziel wurde bekräftigt, dass die Osterfeuer – in einem geregelten Rahmen, der die Sicherheit der Menschen vor Ort in den Vordergrund stellt – auch zukünftig stattfinden sollen. Weitere Aspekte zur Umsetzung werden in einem engen und vertrauensvollen Austausch geklärt.“

Das Blankeneser Osterfeuer scheint gerettet. Foto: Adobe Stock/Nils


ALTONA/ BLANKENESE
10. Februar 2022
LOKALES

Von Berg hatte, wie unsere Zeitung berichtete, in der Vergangenheit mehrfach betont, dass sie sich deutliche kleinere Osterfeuerveranstaltungen wünsche. „Die Zeit der Osterfeuer als Großevents sei vorbei“, sagte sie. Nach unseren Informationen hat die Bezirksamtsleiterin eingelenkt und zugestanden, dass Sicherheitsvorgaben und damit die Thematik von Anmeldung und Genehmigung der Feuer für die Feuerbauer vom Tisch sei. Das gelte auch für die Kostenfrage. Die Verwaltung rechnete mit 60 000 Euro für die Veranstaltung. Eine entsprechende Forderung an die Feuerbauer werde nicht mehr gestellt. „Über die Höhe der Feuer werden wir abhängig von den Windverhältnissen wie in der Vergangenheit mit der Feuerwehr sprechen. 


Im Übrigen bleibt es im Wesentlichen bei den organisatorischen Absprachen, wie sie im ‚Altonaer Konsens‘ von 2018 dokumentiert sind“, so der ehemalige Bürgerschaftsabgeordnete Dr. Walter Scheuerl, der sich mit den Feuerbauern um die Traditionsveranstaltung bemüht. Dieser Kompromiss fängt die Problematik der Sicherheitsvorgaben auf. Denn nach einer Änderung des Gesetzes zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung (SOG) sind in Hamburg Veranstaltungen, zu denen mehr als 10 000 Teilnehmer kommen könnten, genehmigungspflichtig. Voraussetzung dafür ist unter anderem, dass die Veranstalter ein Sicherheitskonzept einreichen. Fraglich ist jedoch, ob Osterfeuer zu den genehmigungspflichtigen Events gehören. In den vergangenen Jahren war es so, dass die Verwaltung die Osterfeuer toleriert hatten. Der ehemalige stellvertretende Bezirksamtsleiter Kersten Albers und die Feuerbauern hatten 2018 dann jenen Altonaer Kompromiss ausgehandelt, der auch Vorgaben zum Aufbau der Feuer regelt. Dies war für Stefanie von Berg jedoch nicht ausreichend.


Sie betonte, dass sich nicht mehr so viel Publikum am Blankeneser Elbstrand einfinden solle, wie zuvor. Auch dürften die Feuer nicht mehr so hoch brennen. Weiterhin solle es keinen Alkoholausschank geben. Wie nun die Veranstaltungen genau ablaufen werden, ist noch nicht sicher. Es sollen noch weitere Gespräche stattfinden. Katarina Blume, Vorsitzende der FDP-Fraktion in der Bezirksversammlung, fordert mehr Klarheit. „Das Gezerre um das Blankeneser Osterfeuer kann nur als peinlicher politischer Schlingerkurs bezeichnet werden“, sagte sie. Während der Sitzung des Hauptausschusses gab es einen interfraktionellen Antrag von SPD, FDP, CDU und Grünen mit einem Bekenntnis zum Blankeneser Osterfeuer. Außerdem sollen die Landesbehörden um finanzielle Unterstützung gebeten werden. „Ich freue mich, dass sich die Parteien einig sind und dass das Bezirksamt nun nicht mehr auf Konfrontationskurs ist. Ich hoffe, wir können dieses Jahr ein schönes und sicheres Osterfeuer erleben“, so Henrik Strate, SPD-Bezirksversammlungsabgeordneter.

mk

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