Erste Freiwilligenbörse in Rissen
Engagement vor Ort sichtbar machen
Ehrenamt verbindet: Rund 200 Besucherinnen und Besucher kamen zur ersten Freiwilligenbörse in der Haspa, an der Wedeler Landstraße, in Rissen. 16 Initiativen und Verbände stellten ihre Arbeit vor.

Etwa 200, meist ältere Besucherinnen und Besucher waren zur Freiwilligenbörse gekommen. Fotos:mk
Wo Menschen sich engagieren, entsteht Gemeinschaft. Ob im Sportverein, in der Nachbarschaftshilfe, für Kinder und Jugendliche, im sozialen Bereich oder im Umwelt- und Kulturbereich – in Rissen und in Wedel gibt es viel Möglichkeiten, sich für andere einzusetzen. Zum ersten Mal bekommen diese Initiativen nun eine gemeinsame Bühne: In der Haspa, an der Wedeler Landstraße, wurde die erste Freiwilligenbörse mit 16 Initiativen und Verbänden ausgerichtet.

Claus W. Scheide, Erster Vorsitzender des BVR, begrüßte mit Katja Steppke vom Johannesnetzwerk die Besucherinnen und Besucher.
Etwa 200, meist ältere Besucherinnen und Besucher waren dorthin gekommen. „Die Veranstaltung bringt engagierte Vereine und Organisationen mit Menschen zusammen, die sich vorstellen können, ihre Zeit und ihre Fähigkeiten einzubringen. Dabei geht es nicht nur darum, neue Ehrenamtliche zu gewinnen, sondern auch darum, die Vielfalt des freiwilligen Engagements im Stadtteil sichtbar zu machen und miteinander ins Gespräch zu kommen“, sagt Katja Steppke vom Johannesnetzwerk der Johanneskirchengemeinde.
Und Claus W. Scheide, Erster Vorsitzender des Bürgerverein Rissen (BVR), betonte zu Beginn der Freiwilligenbörse, dass ehrenamtliches Engagement zur gelebten Demokratie unverzichtbar zum Alltag dazu gehöre. Dabei habe sich freiwilliges Engagement im Laufe der Jahre verändert.
„Es ist für viele ein Lebensabschnitt. Andere beteiligen sich nur projektbezogen oder sind in Organisationsteams von Veranstaltungen aktiv, so Scheide. „Das merken wir auch im Bürgerverein“, sagte er. „Häufig ist der erste Schritt ganz einfach: Man muss nur wissen, wo Hilfe gebraucht wird und welche Aufgabe zu einem selbst passt“, so Siegfried Röh, Zweiter Vorsitzender des BVR. Dabei möchte er auch junge Bürgerinnen und Bürger für den BVR gewinnen.

Wissen, wo Hilfe gebraucht wird: v.l. Siegfried Röh, Heidi Behrmann und Ralf Meurer vom BVR.
Diesen Wunsch haben viele der in der Haspa vertretenen Organisationen. „Bei uns sind 14- bis 27-Jährige willkommen. Wir freuen uns aber auch über Fördermitgliedschaften. Ältere Besucher können gerne unseren Flyer mit den Angeboten für ihre Enkel mitnehmen“, sagten Juno Meißner und Han Yu Xu vom Jugendclub Basement. Am Stand gegenüber hoffte Claudia Teschner vom Rissener Sportverein (RSV), dass Anwohnende vom großen Neubaugebiet am Marschweg den Weg zur Freiwilligenbörse gefunden hatten. „Vielleicht wollen sich Eltern als Trainer und Betreuer bei uns engagieren“, sagte sie. Am benachbarten Infotisch stellte Sven Buttkereit von der Wedeler Tafel die Arbeit seiner Ehrenamtler vor. „Zu uns kommen etwa 270 bis 300 Bedürftige pro Woche, die wir mit Lebensmittel versorgen. Wir sind 100 Freiwillige, die bei der Ausgabe helfen, bei Reinigungsarbeiten und bei vielem mehr. Neue Mitstreiter sind herzlich willkommen“, betonte er.
Auch Angebote der Kirche und vom ASB waren vertreten. Und manchmal konnten die Aktiven den Besuchern bei Anliegen sofort helfen. „Vorhin wollte jemand erfahren, wo hier in der Gegend ein Augenarzt zu finden ist. Dem habe ich gleich die Adresse mitgeteilt“, so Siegfried Röh vom BVR.
mk

Sven Buttkereit von der Wedeler Tafel stellte seine Arbeit vor.

Claudia Teschner will auch Neubürger für den RSV begeistern.

Juno Meißner (links) und Han Yu Xu vom Basement freuen sich über neue junge Mitstreiter.

Marion Bouncken und Günter Arndt vom ASB führten viele Gespräche mit den Besuchern.
