Andreas Dressel auf „Konjunk-Tour“
Ein Finanzsenator und Blankeneser Besonderheiten
Neuer Marktplatz, Parkplatzgebühren-Sorgen und Sonntagsöffnungsmöglichkeiten: Was engagierte Ehrenamtler und die Kaufmannschaft im Stadtteil umtreibt, davon erhielt kürzlich Finanzsenator Andreas Dressel bei einer Stippvisite einen Eindruck. Oliver Diezmann, Christian Fischer und Volker Carstens von der Blankenese Interessen-Gemeinschaft (BIG) sowie Eberhard Fledel vom Zukunftsforum Blankenese zeigten Dressel einige Blankeneser Besonderheiten.

Finanzsenator Andreas Dressel (Mitte) ließ sich von Christian Fischer (li.) und Oliver Diezmann (re.) durch den Stadtteil führen. Foto: mk
„Hier hat sich viel getan. Die Bauarbeiten am Marktplatz gehen voran, und wir freuen uns, dass wir Touristen und unseren Blankeneserinnen und Blankenesern eine tolle Aufenthaltsqualität bieten können“, so Diezmann. Aber die Corona-Pandemie mit vielen Ausgangsbeschränkungen und Vorgaben für den Einzelhandel hat die Situation von Gastronomen und Geschäftsinhabern nicht einfacher gemacht. „Da ist es kontraproduktiv, wenn jetzt auch noch die Parkgebühren erhöht werden“, so BIG-Vorsitzender Diezmann. Dagegen könne er nichts unternehmen, so Dressel, aber sagte zu, sich um ein Modell, bei dem die Händler verbilligtes oder kostenloses Parken für einen bestimmten Zeitraum anbieten können, zu bemühen. „Das wäre schon hilfreich, denn ich kann mir vorstellen, dass Einkaufszentren in der Nähe sowas anbieten“, so Fischer.
Und apropos Geld: Die Umsetzung und Abfrage der Finanzen vom Corona-Rettungsschirm laufe recht schleppend. „Die bürokratischen Hürden sind sehr hoch, intransparent und häufig von ehrenamtlich Engagierten für die Stadtteile nicht zu nehmen. Dann wird das Geld nicht abgerufen, und der Frust ist hoch“, berichtet Diezmann. Auch bei diesem Thema sagte Dressel zu, sich um Erleichterungen zu bemühen.
Während eines kleinen Rundgangs machte Diezmann den Finanzsenator auf die vielen Touristen aufmerksam, die sich jetzt wieder nach und nach im Stadtteil einfinden. „Wie sieht es mit einer Möglichkeit für Öffnungszeiten am Sonntag aus, wie es in anderen touristisch sehr frequentieren Orten möglich ist“, so die BIG-Vertreter. Da sei leider wenig zu machen, so Dressel, der den Stadtteil vielleicht wieder zu Beginn der Weihnachtszeit zum Einschalten der Pfahlewer-Beleuchtung besuchen möchte.
Trotz wenig fester Aussagen zu den Problemen und Sorgen in Stadtteil ist Oliver Diezmann zufrieden mit dem Besuch. „Er hat sich viel Zeit für uns genommen, und ich bin optimistisch, dass er das eine oder andere Thema aufgreifen wird.“
mk
