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AktivRegion fördert neue Bänke am Elbufer

Chillen am Elbufer auf gediegenen Bänken

Bitte Platznehmen: Sieben neue Sitzbänke wurden am Willkomm Höft und am Deich aufgestellt. Die gediegenen Sitzgelegenheiten aus Douglasienholz mit hoher Rückenlehne und einer drei Meter breiten Sitzfläche sowie soliden Stahlfüßen wurden gefördert von der LAG AktivRegion Pinneberger Marsch & Geest.

Frisch fürs Elbufer: So sehen die neuen Bänke für das Willkomm Höft aus. Fotos: Stadt Wedel/Kamin


WEDEL
12. Oktober 2021
LOKALES

Außerdem ebenfalls neu sind vier so genannte 360-Grad-Liegen auf der Grasfläche südwestlich des Schulauer Hafens, auf denen Wedelerinnen und Wedeler sowie Touristen die Liegerichtung horizontal um 360 Grad frei wählen können. Während zwei Liegen davon mit einer Breite von 75 Zentimetern von Einzelpersonen genutzt werden können, stehen auch zwei Doppelliegen mit einer Breite von 150 Zentimetern zum gemeinsamen Träumen bereit. Zusätzlich wird außer den Aufstellflächen der Bänke am Willkomm Höft noch jeweils eine Stellfläche für Rollatoren oder Rollstühle eingerichtet. Die naturbelassenen Hölzer der neuen Bänke müssen nicht aufgearbeitet werden, sie vergrauen laut Produktbeschreibung der Bänke, attraktiv mit der Zeit, so Sven Kamin, Pressesprecher der Stadtveraltung. Das Aufstellen erfolgte noch in diesem Jahr, obwohl auch die neuen Bänke voraussichtlich Ende Oktober wieder ins Winterlager kommen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass in der Sommersaison 2022 die Bänke unabhängig vom Wetter und ohne Zeitverzug aufgestellt werden können, da die nun bereits erprobten Verankerungen genutzt werden können, so Kamin.


Doch damit nicht genug der Neuerungen: Die seit 2008 aufgestellten weißen Bänke am Willkomm Höft sind durch die jährliche Aufarbeitung durch den Wedeler Bauhof zwar noch gut in Schuss. Allerdings können sie nicht – wie bisher in jeder Flutsaison – über den Winter noch einmal renoviert werden. Der Grund: Um die Verwitterungsprozesse, die vor allem auf die hölzernen Bankfüße wirken, aufzuhalten, mussten die Füße in jedem Winter um wenige Millimeter abgeschliffen und neu gestrichen werden. Dadurch ist die Sitzhöhe der Bänke inzwischen an der unteren Grenze für eine barrierefreie Nutzung angelangt.


Da die Stadt Wedel sehr darauf achtet, dass die Bänke von möglichst vielen Personen mit und ohne Einschränkungen genutzt werden können, wird im Frühjahr wieder neues barrierefreies Mobiliar aufgestellt, das optisch zu den jetzt neu aufgestellten Bänken passt. Die alten Bänke werden nach dem Abbau nicht entsorgt. Sie sollen an Schulen und öffentliche Einrichtungen der Stadt Wedel weitergegeben werden, wo sie voraussichtlich noch viele Jahre weiter ihren Dienst tun können. Die Verteilung organisiert der Wedeler Bauhof. Die Gesamtkosten der beiden Maßnahmen - die sieben Sitzbänke und die vier Liegen werden als jeweils eine Maßnahme umgesetzt - belaufen sich auf rund 33 750 Euro, also um die 17 000 Euro pro Maßnahme – von denen die Stadt Wedel selbst allerdings nur  6 750 Euro selbst aufbringen muss, berichtet der Pressesprecher. Denn bei der Finanzierung der Bänke erhält die Stadt Wedel kräftige Unterstützung: Sie sind mit 80 Prozent, etwa  27 000 Euro, gefördert durch die LAG AktivRegion Pinneberger Marsch & Geest mit Finanzen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“, mit Mitteln des Bundes und des Landes Schleswig-Holstein ssowie Mitteln der LAG AktivRegion Pinneberger Marsch & Geest auf Initiative des Innenministeriums des Landes Schleswig-Holstein.

 „Das Wedeler Elbufer ist für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung durch seinen maritimen Charakter mit den passierenden Schiffen auf dem Weg zum Meer ein besonders attraktiver Ort, an dem sie gern Zeit verbringen. Barrierefreie Sitzgelegenheiten sind deshalb ein sehr wichtiges Element, um die Freizeitqualität des Ortes optimal nutzen zu können. Die LAG AktivRegion Pinneberger Marsch & Geest unterstützt diese Maßnahme deshalb außerordentlich gern“, sagt Dirk Appel von der Geschäftsstelle der AktivRegion. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass hochwertige Möbel im öffentlichen Raum nicht nur eine gemütlichere Rast erlauben, sondern auch sehr langlebig sind und viele Jahre intensiv genutzt werden können. Auch in Anbetracht der angespannten Haushaltslage freuen wir uns sehr, dass es uns die AktivRegion mit ihrer Förderung ermöglicht, den Besuchenden des Elbufers am Willkomm Höft so hochwertige Sitzgelegenheiten anbieten zu können“, sagt Wedels Bürgermeister Niels Schmidt. 

mk

  • Hintergrund: Für sogenannte Kleinst-Projekte mit Investitionskosten von maximal 20 000 Euro brutto kann bei der AktivRegion Pinneberger Marsch und Geest eine Förderung aus dem Regionalbudget beantragt werden. Maßnahmen aus den Bereichen Dorfentwicklung und -gestaltung, Freizeit- und Naherholung kommen für eine Förderung in Frage. Die Einreichungsfrist für Projekte endete am 31. Januar 2021. Antragsberechtigt sind private und öffentliche Träger. Die Förderquote beträgt 80 Prozent der Bruttokosten. Die Mindestfördersumme beträgt 3 000 Euro pro Projekt. Die Projekte müssen zwischen April und September 2021 komplett umgesetzt und abgerechnet werden. Die Gesamtkosten dürfen 20 000 Euro auch zum Zeitpunkt der Abrechnung nicht überschreiten. Insgesamt stehen für das Jahr 2021 200 000 Euro an GAK-Fördermitteln (GAK: Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“) für die beschlossenen Projekte zur Verfügung. Auch für 2022 stehen diese Mittel wieder zur Verfügung. Anträge können ab dem 1.10.2021 bis zum 31.1.2022 an die AktivRegion gerichtet werden.


 

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