Rissener Dorfkutsche
CDU stellt Prüfantrag zur „ökologischen und ökonomischen“ Optimierung
Stinkende Abgase, Verkehrslärm in den frühen Morgen und Abendstunden und leere Fahrzeuge: „Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie hat sich die Fahrgastauslastung der Rissener Buslinie 388 stark verändert, vor Ort häufen sich die Beobachtungen, dass die Busse häufig leer sind, auch die Abgase und der Verkehrslärm der dieselbetriebenen Fahrzeuge vor allem in den frühen Morgen- und späten Abendstunden werden beklagt“, so Dr. Anke Frieling, CDU-Bürgerschaftsabgeordnete für den Hamburger Westen.

Rissens Ringlinie neu denken – fordert Dr. Anke Frieling, CDU-Bürgerschaftsabgeordnete. Deshalb stellt die CDU-Bezirksversammlungsfraktion einen entsprechenden Prüfantrag. Foto: dr
Mit einem Prüfantrag für die Altonaer Bezirksversammlung, die morgen tagt, versucht die CDU-Fraktion, Möglichkeiten zu Verbesserung der Situation auszuloten.
„Viele Menschen in Rissen sind froh über das Angebot der Dorfkutsche. Gleichzeitig gibt es auch viele Bürgerinnen und Bürger, die sich über leere Busse in den Tagesrandzeiten ärgern. Dass dies häufig dieselbetriebene, laute Busse sind, trägt zur Verärgerung bei“, so Frieling.
Kinder und Jugendliche würden die Dorfkutsche nicht wie geplant nutzen, um zum Sport zu fahren. „Hierfür müssten Schülerinnen und Schüler – wie in Berlin – kostenlos fahren können. Wir fordern die Behörde auf, den aktuellen Takt der eingesetzten Busse im Hinblick auf die Auslastung zu prüfen und ihn vor allem in den frühen Morgen- und späten Abendstunden bedarfsgerecht anzupassen. Außerdem ist zu klären, ob auf der Strecke emissions- und abgasarme Busse oder auch On-Demand-Angebote als Alternative eingesetzt werden können“, so Anke Frieling.
Die Sitzung findet ohne die Teilnahme von persönlich anwesenden Zuschauerinnen und Zuschauern statt und wird stattdessen live gestreamt unter https://t1p.de/BV28102021.
mk
- Hintergrund: Die Rissener „Dorfkutsche“ ergänzt seit 2018 den öffentlichen Personennahverkehr in Hamburgs Westen. Nachdem das Angebot der Buslinie zunächst zufriedenstellend angenommen wurde, entschieden die Hamburger Verkehrsbetriebe im Jahr 2020, den Quartiersbus als feste Linie im HVV aufzunehmen und zusätzliche Haltestellen aufzunehmen. Im Herbst 2020 wurde das Angebot um einen täglichen Spätbetrieb erweitert.
