Brünschen: Jetzt will das Bezirksamt eine Wildblumenwiese anlegen
Die Schulbehörde plant auf der Streuobstwiese an den Brünschen einen Erweiterungsbau für den Schulcampus Vosshagen – das Bezirksamt will einen Bereich ganz in der Nähe ökologisch aufwerten – ebenfalls an einer Obstwiese

Auf einem etwa 8000 Quadratmeter großen Areal westlich der Straße Brünschentwiete, im eingekreisten Gebiet, soll eine Wildblumenwiese angesät werden. Foto/ Karte Bezirksamt Altona
Wie die Verwaltung mitteilt, soll Anfang März auf einem etwa 8000 Quadratmeter großen Areal westlich der Straße Brünschentwiete eine Wildblumenwiese angesät werden. Bereits im Herbst 2020 wurde im Rahmen des „Naturcents“ eine Streuobstwiese mit 26 Obstbäumen - 20 Apfel, drei Birnen- sowie drei Kirschbäume, auf dem Gelände angelegt. Hierfür wurden alte Sorten wie Altländer Pfannkuchenapfel, Finkenwerder Herbstprinz, Bühler Frühzwetsche oder Gute Luise von Avranches ausgewählt. „Naturcent“-Projekte dienen als Ausgleich für Baumaßnahmen in Hamburg – was laut Bezirksamtssprecher Mike Schlink nicht heißen soll, dass die neue Streuobstwiese nun als Ersatz für das eventuell überbaute Brünschen-Areal gedacht sei.
Die neue Wildblumenwiese solle dafür sorgen, dass die Artenvielfalt in dem Gebiet erhöht und eine Grundlage für Insekten geschaffen wird. Zur Ansaat werde Regiosaatgut verwendet, das sowohl Wildblumen als auch Kulturpflanzen beinhaltet und für trockene Standorte geeignet ist.
Da die Fläche einer starken Frequentierung, vor allem durch Hundebesitzer, unterliege, werde der angesäte Bereich für den Zeitraum des Anwachsens mittels Pflöcken und Kordelband abgesperrt, damit eine erfolgreiche Ansaat gewährleistet wird. Die abgesperrte Fläche soll zusätzlich mit Infoschildern ausgestattet werden, um die Anwohner auf die Maßnahme und deren Hintergrund hinzuweisen, in der Hoffnung, dass die Fläche erst wieder genutzt wird, wenn sich die Pflanzen entwickeln konnten und der Oberboden nicht mehr freigelegt ist. Die Obst- und Streuobstwiese soll bis Ende August nicht betreten werden. Bei erfolgreicher Ansaat könne sich die Sperrzeit verkürzen.
Es ist sei nicht geplant, die Fläche dauerhaft einzuzäunen.
mk
- Hintergrund: Als Ausgleich für die zunehmende Bebauung und die resultierende intensivere Nutzung von Freiflächen hat Hamburg den so genannten Naturcent auferlegt. Die Mittel aus diesem Programm werden direkt für Naturschutzmaßnahmen und Maßnahmen zur Pflege von Grün- und Erholungsanlagen eingesetzt, um deren ökologischen Wert zu steigern und sie gleichzeitig als Erholungsflächen zu stärken.

Auf einem etwa 8000 Quadratmeter großen Areal westlich der Straße Brünschentwiete, im eingekreisten Gebiet, soll eine Wildblumenwiese angesät werden. Der geplante Erweiterungsbau für dem Schulcampus befindet sich weiter nördlich und ist ebenfalls eingekreist. Foto/ Karte Bezirksamt Altona
