Der Rissener - Elbflair media GmbH

Mit viel Herzblut geplant

Blankeneser Matjestage fallen aus

Die Blankeneser Matjestage, die von Oliver Diezmann, Vorsitzender der Blankenese Interessen-Gemeinschaft (IG) und seinem Team mit sehr viel Herzblut und Engagement geplant wurden, werden nicht ausgerichtet. Dies ist das traurige Fazit, dass Oliver Diezmann nach langen, fruchtlosen Verhandlungen mit dem Bezirksamt Altona ziehen musste.

Oliver Diezmann und das IG-Team kann leider die Blankeneser Matjestage absagen. Foto: mk


BLANKENESE
1. Mai 2022
LOKALES

Denn für die Matjestage samt Buden und Festzelte, die ab Freitag, 17. Bis Sonntag, 19. Juni, vorgesehen waren, hätten die Marktbeschicker mit ihren Wagen etwas zusammenrücken und sich neu ausrichten müssen. Dieses Anliegen muss bei der Behörde beantragt werden. Außerdem bat Diezmann unter anderem darum, dass für die Dauer des Festes diverse private Autos und Lkw nicht direkt neben den Marktständen abgestellt werden dürfen. Markthändler, die nicht regelmäßig auf dem Blankeneser Marktplatz präsent sind, sollten für die Zeit der Matjestage nicht zugelassen werden. „Gleichzeitig hätten wir eine generelle alternative Aufstellung der Marktwagen für Festivitäten erarbeiten und so Planungssicherheit für kommende Veranstaltungen, wie ‚Blankenese unplugged‘, Sommerfest und Weihnachtsmarkt schaffen können“, so Diezmann.


Doch die Behörde zeigt der IG die rote Karte. Der Wochenmarkt habe Vorrang, die von der IG vorgeschlagenen Verschiebungen seien nicht machbar“, heißt es in einem amtlichen Schreiben, das dem Rissener vorliegt. Dementsprechend könne die Wochenmarktfläche an Sonnabenden erst ab 16 Uhr anderweitig „bespielt“ werden. Weiterhin sei der Wochenmarkt „keine beliebig formbare Masse“. Denn es müssten unter anderem ausreichend breite Rettungswege sowie Zu- und Abfahrten gewährleistet werden.

„Ich bin erschüttert“, so Diezmann im Gespräch mit unserer Zeitung. Dies habe schließlich auch Auswirkungen für weitere Veranstaltungen, wo „wir ja vor der gleichen Problematik stehen“, sagt er. Zugleich sei diese Entscheidung der Verwaltung nicht kompatibel mit dem Zweck des neu gestalteten Marktplatzes. Als Herz des Stadtteils sollte er mit seiner Gestaltung hauptsächlich für eine Belebung des Ortskerns sorgen – auch deshalb stehen dort Bänke und eine Bühne. Für das Bezirksamt steht jedoch der Erhalt und die Stärkung des Wochenmarktes im Mittelpunkt. „Übergeordnet bewegt sich das Bezirksamt Altona damit auch innerhalb des klaren Senatsziels aus dem Koalitionsvertrag, den Fortbestand der Wochenmärkte zu sichern“, heißt es in der amtlichen Nachricht. Eine Stellungnahme des Bezirksamtes auf unsere Nachfrage, wie es sich dann mit künftigen Veranstaltungen auf dem Platz verhält, lag uns bei Redaktionsschluss noch nicht vor.

mk

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