Seit Jahren wird herumgewerkelt
Bauarbeiten am Bahnhof Blankenese - die unendliche Geschichte
Eigentlich sollten die Renovierungsarbeiten für den Bahnhof Blankenese im Sommer dieses Jahres abgeschlossen sein, das ergab eine Anfrage unserer Zeitung an die Deutsche Bahn, die als Betreiber für Bahnhöfe und S-Bahn in Hamburg zuständig ist.

Wer in diesen Tagen am Bahnhof Blankenese aussteigt, sieht zwar verschalte Säulen und hängende Stromkabel – aber keine Bauarbeiter. Foto: mk
Doch jetzt ist bald Herbst, und immer noch gibt es Ecken auf dem Bahnhof, die reichlich unfertig aussehen. Nach einer neuen Nachfrage stellte sich heraus, dass sich die Fertigstellung wieder um ein Jahr verzögert. Mindestens. „Leider gab es in der Planung 2019 und später in der Bauausführung 2019-2021 Mängel, die recht frühzeitig erkannt wurden. Für deren Behebung arbeiten wir gemeinsam mit externen Ingenieurbüros intensiv an einer neuen Planung. Eine Umsetzung wird voraussichtlich leider nicht vor Mitte 2023 möglich sein“, so eine Bahnsprecherin aus der Pressestelle, die ausdrücklich nicht mit Namen genannt werden möchte. Es gehe speziell um die Elektrotechnik am Bahnhof. Hier seien verschiedene Stromtechniken – zum Beispiel die Bahnsteigbeleuchtung und für die Stromschiene der S-Bahn - zu betrachten, bevor diese installiert werden können, so die Sprecherin weiter. Bereits abgeschlossen seien der Neubau des Aufzugs am Bahnsteig 1, die Erneuerung von Bahnsteigkanten und des Bahnsteigbelags, der Treppen sowie die Sanierung der Bahnsteigdächer. „Wir streben an, die noch zum Teil vorhandene ‚bauzeitliche Beleuchtung‘ bis Frühjahr 2023 zurückzubauen.“
Mittlerweile sind ab Baubeginn im Frühjahr 2015 schon sieben Jahre vergangen. Ursprünglich hatte die Deutsche Bahn angekündigt, im September 2016 mit allen Arbeiten des 1866 entstandenen Bauwerks fertig zu sein. Das musste mehrfach revidiert werden. Und wer in diesen Tagen am Bahnhof aussteigt, sieht zwar verschalte Säulen und hängende Stromkabel – aber keine Bauarbeiter. „Wir können die Kritik der Fahrgäste und Anwohner nachvollziehen. Auch für uns ist es sehr ärgerlich, dass wir unser Versprechen für eine Fertigstellung nicht halten können“, betont die Bahnsprecherin.
mk
