Otto-Schokoll-Höhenweg
Anwohner verliert Landgericht-Klage
Jetzt ist es amtlich: Da ein Anwohner mit seiner Klage gegen den Ausbau des Otto-Schokoll-Höhenwegs vor dem Landgericht scheiterte, könnte die beliebte Spazierstrecke endlich saniert werden.

Werden die Absperrungen am Otto-Schokoll-Höhenweg bald abgebaut? Foto: Dieter Napiwotzki
Seit sieben Jahren ist der Höhenweg gesperrt. Zuvor geriet der Elbhang ins Rutschen und machte den Weg unpassierbar. Das Bezirksamt Altona stellte vor zwei Jahren spektakuläre Pläne für einen neuen Höhenweg vor. Ein mehrere hundert Meter langer und zwölf Meter hoher Stahlsteg soll in den Hang eingebracht werden. Das hätte damals bereits fünf Millionen Euro gekostet. Der Steg sollte die Elbhang-Natur schonen und gleichzeitig ein neues, touristisches Highlight im Hamburger Westen darstellen.
Ein Nachbar klagte gegen das Vorhaben. Dabei bezog er sich auf eine Eintragung im Grundbuch, wonach die Errichtung von Baulichkeiten am Höhenweg zum Schutz seiner Elbsicht verboten ist. Das Gericht war sich aber nach Prüfung des Grundbucheintrags einig: Die Sanierung der Trasse ist kein Neubau. Der Eintrag beziehe sich nur auf die Errichtung von, zum Beispiel neuen Sitzbänken, nicht aber auf den Höhenweg selbst. Dagegen kann der Anwohner nun Berufung einlegen. Wenn er dies nicht macht, ist die Bezirksverwaltung am Zuge. „Das Bezirksamt wertet die Entscheidungsgründe nun aus und wird dann über das weitere Vorgehen entscheiden“, so Mike Schlink, Pressesprecher des Altonaer Bezirksamtes.
mk

Das Bezirksamt Altona stellte vor zwei Jahren spektakuläre Pläne für einen neuen Höhenweg vor. Ein mehrere hundert Meter langer und zwölf Meter hoher Stahlsteg soll in den Hang eingebracht werden. Visualisierungen: Bezirksamt Altona
